Titel

Zeppi-Rotnase
die Luftschiffreise nach Athen

Leseprobe

Urheber
Pia Marie Witt

Verlag
Luftikus Verlag
Bindung
Hardcover
Seitenzahl
80
Sprache
Deutsch
Format
Din A4
ISBN
3-9809-2230-8
Preis
€ 17,80 (je nach Anbieter zzgl. Porto)

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Das Luftschiff Zeppi-Rotnase begegnet eines nachts der Friedenstaube Frieda, die nach einem Flugunfall nicht mehr selber fliegen kann.
Sie hat den Auftrag, eine wichtige Botschaft nach Athen zur Olympiade zu bringen und überredet das Luftschiff, mit ihr zusammen weiterzufliegen, damit sie rechtzeitig in Athen ankommt. Sie machen sich gemeinsam auf den Weg und treffen auf das Pferd Schlaulau, die Wildgans Navigator und den Boxerhund Knetsch. Zusammen setzen die fünf Freunde die Reise nach Athen fort und erleben auf ihrem Weg dorthin viele Abenteuer.

Der Luftschiffbauer, aus dessen Firma Zeppi-Rotnase geflohen ist, versucht unterdessen zusammen mit seinem Chefpiloten und dem Reiter von Schlaulau, sein Luftschiff wieder einzufangen und benutzt dazu alle möglichen Tricks.
Ob Zeppi-Rotnase und seine fünf Freunde es schaffen werden, Athen zu erreichen und die Botschaft dorthin zu bringen?

 
Zum Buch gibt es eine Musik-CD mit 4 Kinderliedern, alle komponiert, getextet und gesungen von Pia Marie Witt.
Die Texte und die Noten zu den Liedern sind im Buch enthalten.


Leseprobe

Auszug Kapitel 1

Seit ihrem Flugunfall vor drei Tagen ist sie zu Fuß unterwegs, was für eine Taube sehr ungewöhnlich ist. Nur nachts ist sie gelaufen, tagsüber hat sie sich versteckt, da sie sich davor fürchtet, entdeckt zu werden. Sie hat Angst, dass die Menschen sie fangen und mit nach Hause nehmen. Nachts muss sie sich vor anderen Tieren hüten. 

Vor zwei Nächten ist sie nur knapp einem Fuchs entkommen, im letzten Moment ließ ein Kaninchen sie in seinen Bau. Ihr ist klar, wenn sie weiterhin nur so langsam vorankommt, wird sie ihr Ziel niemals rechtzeitig erreichen und ihren Auftrag nicht erfüllen können.

Trotzdem wandert sie immer weiter Richtung Süden. Wie alle Vögel kann sie sich auf ihr Richtungsgefühl verlassen. Mühsam und mit hängendem Flügel steigt sie einen Hügel hinauf. 
Vollkommen unerwartet sieht sie in kurzer Entfernung einen riesengroßen schneeweißen Berg vor sich. „Das können doch noch nicht die Alpen sein“, denkt sie und kratzt sich verwirrt am Kopf. „Ich bin doch vorgestern erst an Berlin vorbeigekommen. - Nein, das können nicht die Alpen sein, da gibt es viel mehr Berge nicht nur einen. Das muss irgendetwas anderes sein...“, überlegt sie.

Unaufhaltsam setzt sie ihren Weg fort, direkt auf das unheimliche weiße Gebilde zu. Je näher sie herankommt, desto größer wird es. Es ist eine gigantisch große weiße Halle. Die Taube ist schon viel in der Welt herumgekommen, aber so eine große Halle hat sie bis heute noch nie gesehen. Weit und breit ist kein Menschenwesen zu sehen.

Sie entdeckt eine große  Öffnung auf der einen Seite der  Halle, trippelt neugierig darauf zu und schlüpft hinein. Ihre vom vielen Laufen entzündeten Krallen machen ein kratzendes Geräusch  auf dem kalten Betonboden der Halle. Das Geräusch w ird lauter und lauter und sie wundert sich, dass sie so viel Lärm machen kann. Plötzlich wird ihr klar, dass das laute Kratzen nicht von ihr kommt.

Erschrocken dreht sie sich um und sieht, wie der Eingang von einer großen Tür verschlossen wird. So schnell sie kann, läuft sie zurück, aber kurz vor ihrem Schnabel fällt das Tor endgültig ins Schloss.  -  Gefangen  -  !!!

Sollte hier ihre Reise zu Ende sein?

In der Halle ist es jetzt stockdunkel. Ängstlich zitternd drückt sie sich an das Tor und sucht verzweifelt nach einem offenen Spalt, aber die Halle ist so dicht, dass nicht einmal eine Minimaus heraus oder hineinschlüpfen könnte.

Hilflos sitzt sie geduckt am Hallentor und beginnt leise zu wimmern. Plötzlich hört sie eine fremde Stimme aus dem Dunkeln. 

„Wer jammert denn da?“

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