Titel

Wörter, die die Seele bewegen

Leseprobe

Urheber
Angela Zabel

Verlag
BoD Norderstedt
Bindung
Paperback
Seitenzahl
80
Sprache
Deutsch
Format
k.A.
ISBN
978-3-8391-8296-3
Preis
€ 6,90 (je nach Anbieter zzgl. Porto)

Internet
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Nach Veröffentlichung in „Ausgewählte Werke IX-2009“ der Bibliothek für Deutsche Gedichte und zweifachem Erfolg als Gedicht des Monats beim Hildesheimer Lyrikwettbewerb 2009 erhielt die Lyrikerin viele Anfragen, die sie dazu bewegten einen eigenen Gedichtband zu veröffentlichen. 

„Wörter, die die Seele bewegen“ ist ein kleines Buch mit 37 Gedichten und Gedanken, die durch eigene Illustrationen und Bilder aufgelockert werden. Hier verarbeitet sie ihre teilweise gestörten Beziehungen zu ihren Eltern, Erinnerungen an vergangene Liebe als auch schmerzliche Erinnerungen und Verlusterlebnisse. Aber auch vor gesellschaftskritischen Themen scheut die Autorin nicht zurück. 

Beim Lesen spürt man die Gefühle und Gedanken, die der Lyrikerin beim verfassen durch den Kopf gingen. Darüber hinaus berühren die Worte das eigene Herz und bringen so die eigene Seele zum schwingen.


Leseprobe

Heilende Wunden

 

Das süße Kinderlachen ist verstummt.

Seit Wochen gibt es kein einziges Wort.

Lachen und Stimme verschwunden an geheimen Ort

 

Wunden, die tief in der Seele liegen.

Wer wird sich durch dunkle Pfade winden?

Um den dunklen Ort zu finden?

 

Böse Worte der Eltern haben tief verletzt.

Das Kind sich entschieden hat, nie wieder mehr was zu sagen.

Und will nie wieder einen Schritt aus dunkler Höhe wagen.

 

Die Eltern suchen und finden keine Schuld bei sich.

Wollten nur einen einzigen Tag mal Ruhe haben.

Sich das Leben ausmalen in den schönsten Farben.

 

Das Kind mit einzubeziehen kam ihnen nicht in den Sinn.

Viel zu jung und zu klein um zu verstehen,

dass die Eltern keinen Schritt ohne den Sprössling gehen.

 

Doch die Erwachsenen so damit beschäftigt sind,

zu träumen vom großen Haus mit viel Platz für das Kind -

und all die Geschwister, die noch kommen sollen.

 

Doch für das Kind hier und heute viel wichtiger ist.

Kennt keinen Mietvertrag und keine Kündigungsfrist.

Will nur in den Arm genommen und getröstet werden.

 

Dort draußen auf dem Spielplatz es vom Gerüst herunterfiel.

Nicht aufgepasst hat bei dem großen Spiel.

Darum kam es heulend und schreiend schnell nach Hause.

 

Bis heute wollen die Eltern nicht verstehen.

Lieber mit dem Kind zum Psychiater gehen.

Dabei das Kind doch nur ihre Liebe braucht.

 

Doch plötzlich meldet sich der Verstand.

Bricht endlich durch die dicke Wand.

Und lässt das Licht in die dunkle Welt hinein.

 

Mutter und Vater das Kind in die Arme nehmen.

Die dunkle Höhle durchs Licht der Liebe erhellen

und zusammen mit dem Kind eine Entscheidung fällen.

 

Zurück kommen Kinderlachen und die Worte.

Vergessen dunkle Höhle und andere Orte.

Und mit Freude sieht man zu,

wie die tiefen Wunden heilen.

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