Titel

Wenn es Winter wird ...

Leseprobe

Urheber
Cornelia Geisler

Printbook / Ebook

Verlag
Edition Winterwork / ---
Bindung
Paperback
Seitenzahl / Dateigröße
134 / ---
Sprache 
Deutsch
Format
12 x 19 cm / ---
ISBN / ASIN
978-3-8646-8542-2 / ---
Preis
€ 10,90 (je nach Anbieter zzgl. Porto) / ---
Internet
www.cornelia-geisler.de

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Immer in der Vorweihnachtszeit liest Oma Wilhelmina ihren Enkelkindern Geschichten vor. Manche von ihnen sind traurig, andere wiederum bringen Freude. Einige der Geschichten könnten wahr sein, bei anderen handelt es sich vielleicht nur um ein Märchen, was in Vergessenheit geraten ist.

In fünf kleinen Geschichten dieses Buches erfahren die Kinder Berta, Anna, Josef und Paul Menschen kennen, die es nie leicht in ihrem Leben hatten.
Sie finden heraus, was es mit dem Versteck im Wald auf sich hat.
Ein tragischer Verkehrsunfall und ein Weihnachtskind entführen sie in die heutige Zeit.
Sie finden heraus, welche Bedeutung die Nebelfee hat und wie sie der einen Familie helfen kann. Habgier und Betrug spielen eine Rolle im Geheimnis am Donnerberg.
In der letzten Geschichte lernen die Kinder den Himmelszauber mit all seinen magischen und wunderbaren Kräften kennen, die den Menschen in einem kleinen Dorf über den Winter helfen.


Leseprobe

Plötzlich stand eine ältere Frau vor den Kindern. Sie sah ungewöhnlich aus. Leon kannte diese Frau zwar nicht, aber er grüßte sie freundlich und wünschte ihr einen guten Abend.
"Wer sind Sie? Woher kennen Sie meinen Namen?", fragte er schließlich, ohne die Hände seiner Schwester loszulassen. "Ich heiße Walburga und ich wohne nur einige Meter von hier. Eure Mutter hatte sich bei dem mächtigen Schneesturm vor einigen Stunden verlaufen. Ich fand sie in einer hohen Schneewehe steckend. Sie war sehr schwach und so half ich ihr heraus und nahm sie mit zu mir. Jetzt war ich auf dem Weg zu euch. Ich sollte euch sagen, wo eure Mutter ist", erkläre die alte Frau und schaute gleich nach Gaby, die immer noch im Schnee lag.
"Komm, Leon! Hilf mir. Wir müssen deine Schwester aus dem Schnee heben. Ich werde sie dann tragen und wir gehen zu mir", forderte sie Leon auf, der wie hypnotisiert das tat, was die Frau ihm sagte. Es dauerte nur einige Augenblicke, dann hatte Walburga Gaby auf ihren Armen und trug sie, während Leon brav hinterher stapfte. Der Weg war schwierig. Der Schnee lag hoch und es gab keinen Pfad, dem sie entlanglaufen konnten. Ohne zu stöhnen, lief Leon etliche Minuten, die ihm wie Stunden vorkamen, hinter Walburga her. Er musste ihr vertrauen, auch wenn er sie überhaupt nicht kannte. Allmählich taten auch ihm die Füße weh und seine Hände froren. Doch dann sah er hinter mehreren Sträuchern, die in den Schnee eingehüllt waren, einen kleinen Lichtschein. Hatte er ihn vorhin gesehen? Aber nein, der war an einer ganz anderen Stelle und nicht so weit weg, beruhigte er sich selbst. Walburga trug Gaby ganz vorsichtig und sah stets nach vorn, dass sie auch nicht ins Stolpern oder Rutschen kam.
 Schließlich näherten sie sich dem Lichtschein immer weiter. Gleich hinter den Sträuchern erblickte Leon eine Art Erdhügel, aus dem das Licht drang. Erst als sie kurz vor dem eigenartigen Gebilde standen, erkannte Leon, dass es sich um einen ganz besonderen Erdhügel handelte. Erde war wie eine Halbkugel nach oben aufgeschüttet und verfügte über einen kleinen Eingang und ein winziges Fenster.
"Hier wollen Sie wohnen, Walburga? Da passt ja nicht einmal eine Maus hinein", stellte Leon mutig fest.

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