Titel

Vom Glück verfolgt

Leseprobe

Urheber
Anouk Ferez

Printbook / Ebook

Verlag
AAVAA-Verlag / ___
Bindung
Paperback
Seitenzahl / Dateigröße
199 / --- KB
Sprache 
Deutsch
Format
15,1 x 20,5 cm / ---
ISBN / ASIN
978-3-8459-1529-6 / ---
Preis
€ 11,95 (je nach Anbieter zzgl. Porto) / ---

Internet
www.anoukferez.de

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Lucy ist ein Pechvogel - bis sie eines Tages die Kugel des Schornsteinfegers entwendet. Seitdem wird sie vom Glück verfolgt. Denkt sie.
Wie in Dreiteufelsnamen wird sie das verdammte Ding bloß wieder los?

Reicht es nicht, sich vor dem süßen Freund seiner Schwester, in den man dummerweise selbst verliebt ist, voll zum Affen zu machen?
Als Lucy auch noch vor versammelter Klasse ihr Bikini-Oberteil verliert, sieht sie rot. In ihren Augen kann nur noch ein Glücksbringer helfen. Da kommt ihr Mr. Black gerade recht! Doch da sie schwerlich den Schornsteinfeger kidnappen kann, mopst sie kurzentschlossen dessen Kugel aus dem Dienstfahrzeug. Und damit nimmt ihr Leben eine Woche lang eine völlig unerwartete Wendung .


Leseprobe

Schwarzer Montag

Eigentlich sind Montage echt schlimm. Besonders solch ein Montagmorgen. Eigentlich ist alles schlimm, wenn man Lucy Flemming heißt.
Ach ja, das bin übrigens ich. Gestatten, der größte Pechvogel unter der Sonne! Hm, es kann wohl nicht jeder ein Sonntagskind sein, so wie Lilly.
Der Unterschied zwischen mir und meiner älteren Schwester wird besonders deutlich, wenn ich genau neben ihr sitze, so wie jetzt gerade. Kaum zu glauben, dass ich mit diesem engelsgleichen Wesen so eng verwandt bin. Ob man sie damals vertauscht hat?
Selbst wenn sie sich einen ganzen Toast quer reinstopft, ist Lilly bildhübsch. Klar, ihre Haare haben ja auch die gleiche goldene Farbe wie der dicke Tropfen Honig, der gerade ihre Hand heruntertropft und brav auf der Serviette landet - und nicht auf ihrem neuen, pinken Oberteil. (Solche Pannen unterlaufen nämlich ausschließlich mir. Logisch, ich habe ja auch das Pech gepachtet!) Bei Lillys himbeerfarbenen Traum von einem Top handelt es sich übrigens um haargenau das Shirt, auf das ich schon seit Wochen scharf bin - und das es leider nicht in meiner Größe gab. Natürlich nicht.
Die blöde Trulla von Verkäuferin sagte, ich sei eben viel zu klein und dünn für mein Alter. Mit dreizehn sei man heutzutage schließlich längst in der Pubertät und runde sich an gewissen Stellen. Wie selbstherrlich die ihren gewaltigen Bug zu mir herüber geschwenkt hat! Sicher braucht sie für den tonnenweise Stahlverstärkung. Das Leben ist echt gemein: Warum sind die Ressourcen so ungleich verteilt?
Abends habe ich noch lange wach gelegen und mich gefragt, warum die Natur mich bisher ausgespart hat. Und ob mit mir wirklich alles in Ordnung ist. Hm, vielleicht liegt es auch daran, dass ich genau genommen noch zwölf bin. Bis zu meinem 13. Geburtstag sind es noch ein paar Tage. Bis dahin kann sich ja noch so einiges tun.
"Die Hoffnung stirbt eben zuletzt", sagt Lilly immer. In diesem Fall gebe ich ihr recht.

Wenigstens ist der heutige Montag nicht gar so übel wie sonst. Zumindest fängt er gut an. Mama tut uns nämlich einen riesengroßen Gefallen: Sie ist bereits bei der Arbeit.
Meine Mutter ist Tierärztin und hat eine gut laufende Praxis in der Stadt. Dass sie morgens oft früh raus muss (naja, genau genommen ist 6.00 Uhr noch mitten in der Nacht) stört niemanden, nicht mal sie selbst. Fast habe ich den Verdacht, sie fühlt sich unter den Katzen, Kötern und Nagern wohler als an unserem Familientisch.

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