Titel

Verlieb dich mal wieder ... oder: Sex ist auch eine Lösung!

Leseprobe

Urheber
Monika Baitsch

Printbook / Ebook

Verlag
BoD / ---
Bindung
Paperback
Seitenzahl / Dateigröße
164 / 801 KB
Sprache 
Deutsch
Format
12 x 19 cm / Mobi Kindle Edition
ISBN / ASIN
978-3-8482-1658-1 / B00LBQ704
Preis
€ 9,90 (je nach Anbieter zzgl. Porto) / € 2,99

Internet
www.monika-baitsch.de

Kaufen
Buchhandel
Internetshops
www.bod.de
www.amazon.de

Für alle Traumfrauen dieser Welt und die, die vergessen haben, dass sie Traumfrauen sind!
 
Marit, Anfang vierzig und festgefahren in ihrem Leben, fühlt sich machtlos ihrer Situation ausgeliefert. Das ständige Gerangel um einen Platz in der Gesellschaft, den permanenten Perfektionismus, um den Ansprüchen der anderen gerecht zu werden, die Wohlstandswettrennen mit anderen Müttern und nicht zuletzt noch die dauernden Drohungen ihres Mannes Tom, dass er sowieso bald ausziehen will. Um ihre Ehe zu retten, schließt sie mit Tom einen Deal: >Verlieb dich mal wieder!<. Sie hat die Hoffnung, dass sich die Schmetterlinge des Frischverliebtseins in ihre Beziehung tragen lassen. Nicht mehr und nicht weniger. Tom nimmt das sofort wörtlich und Marit zerbricht fast daran. Sie zieht kurzerhand die Reißleine und landet zufällig in einem Hotel im Schwarzwald. Sie hat das Gefühl sich selbst verloren zu haben. Wo war sie im Leben falsch abgebogen? Soll das nun ewig so weitergehen? Die Bekanntschaft zu dem Gestütsbesitzer Henning, aus der schnell mehr wird, und das kurze Intermezzo mit dem
 Schweden Viktor helfen ihr dabei, sich wieder zu finden. Und dann erscheint Tom während des Frühstücks im Hotel .

Verwirrende Gefühle, prickelnde Situationen und die Gewissheit, dass es anderen genau so geht, wie einem selbst. Die Frage ist jedoch: Ist Sex wirklich eine Lösung?

Leseprobe

Der nächste Tag verlief nach Schema F. Weder Marit noch Tom verloren ein Wort über den gestrigen Abend. Am Nachmittag brachte sie Lukas zum Fußballtraining und Emely in die Klavierstunde. Es war schließlich wichtig, dass Kinder ihren Talenten entsprechend gefördert wurden. Wie sie diese Sätze der übereifrigen Lehrer und anderen Müttern hasste. Alle hatten Wunderkinder, nur sie zwei völlig normale, zwar stinkefaule, aber dennoch liebenswerte Exemplare zu Hause.
Anschließend traf sie sich mit ihrer Freundin Julia in einem Café. Julia war vom Typ her ganz anders als Marit. Sie hatte sich bewusst dafür entschieden, keine Kinder zu bekommen. Sie war Rechtsanwältin und mit Marcel verheiratet, der ebenfalls als Rechtsanwalt arbeitete und in Marits Jugend kurzzeitig ihr Freund gewesen war. Julia war ganz Erfolgsfrau und das sah man ihr auch an. Sie strahlte ein enormes Selbstbewusstsein aus und bekam immer, was sie wollte. Die beiden Frauen hatten sich durch Marcel kennengelernt und waren sich auf Anhieb sympathisch gewesen.
Seither verband sie eine tiefe Freundschaft, und sie hatten keine Geheimnisse voreinander.
Julia betrat das Café und blieb sekundenlang in der Tür stehen, um nach Marit Ausschau zu halten. Dabei setzte sie gekonnt ihre Sonnenbrille ab und warf ihre langen, braunen Haare mit einer entsprechenden Kopfbewegung geschickt über die Schulter. Das blieb nicht ohne Wirkung. Fast sämtliche Gäste des Cafés schauten instinktiv zu Julia.
»Marit, was ist denn passiert?«, fragte Julia, während sie Marit rechts und links ein Küsschen auf die Wange hauchte. »Du hast dich heute Morgen am Telefon fürchterlich angehört. Tom?«
»Wir hatten einen fürchterlichen Streit und Tom will wieder einmal ausziehen. Ich dachte tatsächlich eine lange Zeit, dass er nur unter der Gürtellinie kämpft und mir das an den Kopf wirft, weil ihm in dem Moment nichts Schlimmeres einfällt. Aber dieses Mal habe ich es ihm geglaubt.«
»Oh Mann, macht mir keinen Scheiß, ihr passt eigentlich so gut zueinander.«
»Wir passen perfekt, wenn es keinen Alltag gibt. Aber den gibt es nun mal. Ich hab ihm einen Deal angeboten!«
»Das klingt verzweifelt. Erzähl!« Julia kannte Marit gut genug, um zu wissen, dass sie Tom noch immer liebte und an der Beziehung festhielt.
»Verlieb dich mal wieder!«, antwortete Marit. »Ich habe ihm angeboten, dass er sich verlieben darf, nichts weiter, keinen Sex mit einer anderen, nur verlieben.«
»Bist du wahnsinnig? Weißt du eigentlich, was für ein Sahneschnittchen dein Tom ist? Dein Einsatz ist ziemlich hoch. Du spinnst! Und was ist mit dir? Darfst du auch oder darf nur er?«
»Ich darf auch, aber ich weiß gar nicht, wie und wo. Ich habe die Hoffnung, dass er die Schmetterlinge im Bauch mit nach Hause bringt, glaube aber inzwischen, dass er eh schon etwas am Laufen hatte. Ich grüble seit Tagen, und Fragen über Fragen tun sich für mich auf.« Marit erzählte Julia, was sie hinter Toms vorgeblichen Außentermin vom Vorabend vermutete.
»Klingt nicht gut«, bemerkte Julia. »Du bist komplett bescheuert. Mensch Marit, wie kann ich dir nur helfen? Aber wenn er das kann, dann kannst du das auch!«
»Wann sollte ich denn jemanden kennenlernen, in den ich mich auch noch verlieben kann?« Marit dachte nach. Da gab es wirklich kaum Gelegenheiten. Sie hatte nicht den Luxus, sich umzudrehen und zu rufen: »Ich hab noch einen Außentermin!« Sie musste das vorbereiten, planen, organisieren.
»Ich hole dich am Donnerstagabend ab! Ich bin zu einer Vernissage eingeladen, und das ist eine optimale Location, um Männer kennenzulernen. Hast du schon mal . ich meine, hattest du während deiner Beziehung zu Tom schon mal eine Affäre?«
»Julia! Was denkst du von mir? Natürlich nicht!« Marit musste trotz der unverschämten Frage lachen. Was die ihr so zutraute.
»Wenigstens mal einen One-Night-Stand?« Julia ließ nicht locker und Marit begann das Gespräch Spaß zu machen.
»Nicht während meiner Zeit mit Tom, aber davor schon.«
»Du? Echt? Erzähle, das ist ja unglaublich. Mit wem, wo, wann und wie kam es zustande?« Julia machte große Augen und schaute Marit erwartungsvoll an.
Marit stützte das Kinn in die Hand und schaute lächelnd in die Ferne. »Mit deinem Mann.« .

zurück