Titel

Verborgene Ruinen

Leseprobe

Urheber
Nadja Herger

Verlag
BoD Norderstedt
Bindung
Paperback
Seitenzahl
324
Sprache
Deutsch
Format
13,4 x 21,4 cm
ISBN
978-3-8370-7027-9
Preis
€ 25,90 (je nach Anbieter zzgl. Porto)

Internet
www.nadja.isonline.ch

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In der Schweiz wird der berühmte Maya-Forscher Marius Sander entführt. Die Entführung scheint im Zusammenhang mit einem über 500 Jahre alten Schriftstück zu stehen. Alle Spuren führen nach Mexiko.

Ilaria Sander, die Tochter des verschwundenen Forschers, macht sich mit Hilfe des Mitarbeiters ihres Vaters und einem Touristenführer auf die Suche nach Marius Sander.

Eine wilde Verfolgungsjagd durch Yucatán beginnt... 

Leseprobe

Ausschnitt aus dem Prolog: 

Langsam öffnet er die Augen. Sein Kopf schmerzt höllisch und er kann sich kaum bewegen. Er schaut sich um. Die Dunkelheit wird durch einige Scheinwerfer der stehenden Autos durchbrochen. Nach und nach kommen die Gedanken wieder. Er befindet sich in einem Tunnel auf dem Rückweg von Kroatien in die Schweiz. Es muss sich ein Unfall ereignet haben. Mit seiner rechten Hand berührt er langsam seine schmerzende Schläfe. Sie fühlt sich kalt und feucht an – er blutet. Dann hört er ein lautes Schluchzen. Erschrocken blickt er auf – Was ist mit seiner Familie? Auf dem Beifahrersitz sitzt seine regungslose Frau und auf dem Rücksitz erkennt er die Silhouette seiner Tochter. Ausser einigen Schrammen im Gesicht und ein paar Tränen auf den Wangen fallen ihm keine gravierenden Verletzungen an ihr auf. Mit langsamen Bewegungen öffnet er seinen Sicherheitsgurt und greift nach hinten zu seiner vor lauter Schmerzen weinenden Tochter. Er ist erleichtert, als er sie in den Armen hält. Doch wie hat seine Frau den Unfall überstanden?
Sie scheint noch immer ohnmächtig zu sein. Starr sitzt sie auf ihrem Platz.

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Ausschnitt aus dem Kapitel 20: 

Schüsse, Getrampel, Schreie. Es fühlt sich an, als hätte ihm jemand ein Loch in den Bauch gerammt. Die Leere frisst ihn fast auf. Doch er hat keine Zeit, lange zu trauern. Noch immer sind die Spanier am Morden. Sie werden nicht aufhören, ehe man sich ihnen unterwirft. Und es liegt nicht in der Natur der Mayas, sich zu unterwerfen.

Die Schreie und Rufe seines Volkes bewirken, dass sich Xac vom Boden erhebt. Sein Kopf ist voll von schrecklichen Bildern. Er versucht, vor ihnen wegzuspringen. Doch es gelingt ihm nicht. Zu fest sind sie in seinem Gedächtnis verankert. Der Mord an seiner Mutter und an seinem Bruder. Die Ahnungslosigkeit über das Ergehen seines Vaters. Immer weiter läuft Xac in den Urwald hinein. Weg von den Spaniern, weg von seiner Familie, weg von seiner Heimat.

Einige Meter von ihm entfernt, an einen Baum gelehnt, erkennt er die Umrisse eines alten Mannes. Xac beschleunigt seine Schritte. Der Mann scheint verletzt zu sein. Er bewegt sich kaum und atmet schwer. Erst als sich Xac neben den Mann kauert, erkennt er, dass es sich beim Verletzten um den Priester von Maní handelt. Es ist Sieben-Papagei.

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