Titel

Schattenopfer

Leseprobe

Urheber
Jana Kleinkes

Verlag
epubli
Bindung
Paperback
Seitenzahl
160
Sprache
Deutsch
Format
Taschenbuch
ISBN
978-3-8693-1930-8
Preis
€ 12,- (je nach Anbieter zzgl. Porto)

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Sind Katana, sogenannte Schattenopfer nur ein Mythos?

Lange Zeit lebten sie unerkannt zwischen den Menschen. Alles Leid und alles Unglück lenkten sie auf sich und wahrscheinlich wäre es immer so weitergegangen, wenn nicht eines Tages, die Katana von Saya, Nebai Lebana, während einer Mission in schwere Probleme geraten wäre.

Ein Ereignis jagt das Nächste und wird alles für immer verändern.

Leseprobe

Kapitel 1 

Onbabu lief in seinem Büro nervös und fluchend auf und ab.

Die Unruhe hatte den sonst so ruhigen und souveränen Beherrscher der Tiefebenen von Saya gepackt.

Er hatte bereits nach einer Spezialeinheit, welche ein hohes Ansehen genoss, schicken lassen. Alles durchaus fähige Männer und Frauen, welche ausgebildete Schirokokos waren. 

Schirokoko... ein abgewandelter Begriff von dem Wort Schirokko, welcher einen warmen Mittelmeerwind beschreibt. Doch im Grunde hatten diese Kämpfer nur sehr wenig mit dem Wind gemein, außer vielleicht, das jene den Menschen eine gewisse Art von Hoffnung vermittelten, so wie auch der warme Mittelmeerwind immer wieder schönes Wetter mit sich brachte. Onbabu schüttelte den Kopf, wie kam man damals nur auf diesen Namen? Besonders für Krieger, welche ihresgleichen erst noch suchen sollten.

Ihre ungewöhnlichen Kampftechniken machten sie überaus erfolgreich und Schrecken befiel ihre Gegner, wenn sie sich gewahr wurden, mit wem sie sich angelegt hatten. 

Doch zurück zum Geschehen, in den Räumen des Fürsten von Saya.

Es war eine Katastrophe!

Die Katana von Saya war enttarnt worden. Katanas waren Schattenopfer, schon vor ihrer Geburt als solche bestimmt, erwählt, während sie noch im Mutterschoß schliefen. Kämpfer, die im Geheimen ihrem Reich dienten. 

Sie schützten ihre Familien, ihre Freunde und ihre Heimat mit einem Opfer, dass nicht höher hätte sein können: mit ihrem eigenem Leben.

Die Bewohner der Reiche wussten in der Regel nicht einmal von ihrer Existenz. Die Katana galten als Mythos. Wesen aus einer Legende. Nicht mehr und nicht weniger.

Einige von ihnen lebten unerkannt inmitten der Menschen ihrer Heimat und lenkten dabei alles Unglück, das ihre unmittelbare Umgebung betraf, mit Hilfe vieler mysteriöser Sprüche und Techniken direkt auf sich selbst.

Einige von ihnen verschwanden auf unerklärliche Weise, wobei sie nie wirklich verschollen waren. Nein, vielmehr hielten sie schützend ihre Hände über ihre Lieben, auch wenn sie diese manchmal niemals wiedersahen. Es gab sogar solche unter ihnen, die ihren eigenen Tod vortäuschten... und nur eine Person wusste, wer als Katana geboren worden war.

Der Beherrscher des Reiches, in diesem Fall Onbabu. 

Je länger er auf- und abschritt, desto ungehaltener schien er zu werden.

Wo blieben denn nun seine Schirokokos? Wenn sie mal gebraucht wurden, dann…?!

Doch schon hörte er Stimmen vor seiner Tür und wusste, dass sie wohl soeben angekommen waren.

Er straffte daher seine Schultern und machte sich bereit, die jungen Krieger auf eine Mission vorzubereiten, mit der sie niemals in ihrem Leben gerechnet hatten.

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