Titel

Parwana - je dunkler die Nacht...

Leseprobe

Urheber
Nebiye Uhlemayr

Verlag
BoD Norderstedt
Bindung
Paperback
Seitenzahl
204
Sprache
Deutsch
Format
Taschenbuch
ISBN
978-3-8391-7220-9
Preis
€ 14,90 (je nach Anbieter zzgl. Porto)

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Nebiye Uhlemayr erzählt in ihrem Buch Parwana ihre eigene Geschichte. Als Tochter türkischer Einwanderer verliebt sie sich in Ihrer Jugend in einen deutschen Jungen und brennt mit ihm durch. Sie flüchten vor ihrem strengen Vater, sowie vor der türkischen Gesellschaft und verbringen sieben aufregende und abwechslungsreiche Wochen in verschiedenen Ländern. Sie fliegen in die USA und heiraten in Las Vegas. Schließlich kehren sie nach Deutschland zurück, wo ihre Tochter zur Welt kommt. Die folgenden Jahre in Frau Uhlemayrs Leben bleiben turbulent. Sie muss in ihrem Leben berufsbegleitendes Studium, Beruf, Karriere und Privatleben auf einmal managen. Ihr Leben rast in Höchstgeschwindigkeit dahin bis es zu einem Crash kommt. Nebiye Uhlemayr erzählt ihre spannende Geschichte mit der richtigen Menge Humor und Sinn für Details. Der Leser wird durch abwechslungsreiche Begebenheiten geführt und erfährt, wie sie die Kraft für die Überwindung Ihrer schweren Brustkrebserkrankung findet.

Leseprobe

Aus dem Kapitel:  

Das Regenland 

 

...Ansonsten fühlte ich mich wohl in der Schule. Ein deutscher Junge aus meiner Klasse hatte mich am ersten Tag mit „Merhaba“ begrüßt, was ich sehr freundlich fand. Ein anderer Junge warf mir sogar hin und wieder mal einen verlegenen Blick zu. Ich spürte, dass er mich mochte. Als ich aber erfuhr, dass er Eric heißt, war ich ganz schön enttäuscht. „Eric“ heißt Pflaume auf Türkisch. Welche Türkin wollte schon eine Pflaume als Freund. „Pflaume, mein Schatz!“ Das hörte sich aber gar nicht romantisch an. Außerdem durfte ich, egal ob Ali oder Eric, eh keinen Freund haben...

...Wir hatten viele alleinstehende, ältere Nachbarinnen. Da meine Eltern sich ihre Namen nie merken konnten, hieß es entweder „die Frau mit dem schwarzen“ oder „braunen Hund“, weil viele ältere Frauen einen Hund hatten. Die ohne Hund beschrieben sie nach ihrem Aussehen, wie zum Beispiel „die Frau mit dem Damenbart“ oder „mit den violetten oder grünen Haaren“. Später in der Friseurlehre lernte ich, warum viele ältere Frauen violettes oder grünes Haar hatten. Es lag daran, dass sie entweder einen aschblonden oder silberfarbenen Haarfestiger benutzten. Fast alle älteren Nachbarn waren sehr nette Menschen. Sie hatten während des zweiten Weltkrieg ihre Männer verloren. Und sie wussten mehr als genug, wohin der Rassismus führen kann. So, wie meine Eltern sich die Namen der deutschen Nachbarn nicht merkten, konnten diese leider auch die türkischen Namen nicht richtig aussprechen. Eine Nachbarin nannte mich sogar immer „Nivea“. Natürlich ohne Absicht. Dachte ich jedenfalls. Deshalb fand ich  es eher lustig. Ich war aber froh, dass nicht alle mich so nannten...

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