Titel

Maples Garten

Leseprobe

Urheber
Julie Wilms

Printbook / Ebook

Verlag
novum pocket / ---
Bindung
Paperback
Seitenzahl / Dateigröße
66 / --- KB
Sprache 
Deutsch
Format
12 x 19 cm / ---
ISBN / ASIN
978-3-9901-0661-7 / ---
Preis
€ 12,60 (je nach Anbieter zzgl. Porto) / € ---

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Wenn das Spiel in Maples Garten zur Wirklichkeit wird, liegt das nur an Phantamagie. Was für ein Geheimnis verbirgt sich jedoch in dem kleinen Häuschen? Wer war Miss Maple wirklich?

Leseprobe

"Schatz, komm
aus dem Auto raus, ich weiß, dass du wach bist!"
Mutter katapultierte sie zurück in die Gegenwart.
"Los, schau dir alles an!" Widerwillig schleifte sich
Emi aus dem Wagen heraus, schleppte sich buchstäblich
über den Fußweg in den Garten. "Na,
was sagst du? Ein unglaublicher Garten, oder?"
"Ja, Mama, ist ganz okay", antwortete Emma,
ihre Tonlage auf gleichgültig gestellt, denn sie
würde jetzt ganz gewiss nicht zugeben, dass er
wahrhaftig fantastisch aussah. Sie würde auch
nie auf die Idee kommen, loszurennen, um den
Garten zu erforschen, obwohl ihre Füße es wollten.
Ihre Nase verlangte förmlich an jedes einzelne
Blümchen gehalten zu werden, um schnuppern
zu dürfen. Ihre Finger zuckten danach, durch das
glasklare Wasser im Teich gleiten zu können, und
ihr ganzer Körper bettelte darum, sich auf das
Gras zu legen, um umherzurollen. Beherrschung war angesagt,
Emi lenkte sich ab, sie schaute zum
Haus, es war . eine Ruine! Das zumindest war
ihr erster Eindruck, bei näherem Hinsehen war
etwas anderes zu erkennen. Eigenartig muteten die
Fenster, die Haustür an, es sah so aus, wie wenn
das Häuschen sie anlächelte, es sie willkommen
hieß mit einer flammenden Hauswärme; ferner
klang es, wie wenn die Sommerbrise, die durch
die offen stehende Haustür wehte, "Du bist endlich
wieder zu Hause" hauchte. Für einen kurzen
Moment erschien eine weißrauchige, durchsichtige
frauenähnliche Gestalt an der Tür; streckte sie ihr
eine Hand entgegen? Emma blinzelte. Ein Hirngespinst?
Auf einmal war ihr unwohl, sie kam sich
auch so beobachtet vor . Ihre Augen fokussierten
ein kleines Nelkenbeet. Duckte sich da gerade eine
Nelke? Eine rosa Nelke mit braunen Augen? Es war
ein schwüler Sommernachmittag, dennoch wurde
es ihr kalt, es fröstelte ihr den Rücken rauf und
runter. Hypnotisiert von den Blumen merkte sie
nicht . "Schatz, komm rein, kuck dir das Haus von
innen an." Emma sprang mindestens fünf Zentimeter
hoch, erschrocken durch die Hand ihrer
Mutter, die sie an der Schulter erfasste. "Ist was,
Schatz?" "Nein, nein, alles okay", log sie. Gemeinsam
gingen beide ins Haus hinein.

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