Titel

Im Wettstreit der Gefühle

Leseprobe

Urheber
Ester D.Jones

Verlag
BoD Norderstedt
Bindung
Paperback
Seitenzahl
248
Sprache
Deutsch
Format
12 x 19 cm
ISBN
978-3-8370-1625-3
Preis
€ 13,90 (je nach Anbieter zzgl. Porto)

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Schottland/England, 12. Jahrhundert: Für Elsa steht fest, dass der Clanführer Jack Greenwood ein unverschämter Barbar ist. Doch als sie auf der Flucht vor ihm bei einem Reitunfall das Gedächtnis verliert, ergreift Jack die Chance, sie für sich zu gewinnen, und umwirbt sie. Gibt es für die zwei eine Zukunft, obwohl Elsa an ihrem Hochzeitstag ihr Gedächtnis wiedererlangt, und so seinen Verrat erkennt?

Leseprobe

Gedankenverloren starrte Elsa an die Decke. Sie lag in ihrem Bett und versuchte zu schlafen. Aber sie kam nicht zur Ruhe. Irgendwie hatte sie das Gefühl, dass etwas nicht stimmte, obwohl sie sich nicht vorstellen konnte, was das sein sollte.

Plötzlich hörte sie ein Geräusch am Fenster. Sie setzte sich kerzengerade im Bett auf. Wieder ertönte das Klopfen.

Elsa schlug die Bettdecke zurück und schlüpfte in ihre Pantoffeln. Zögernd trat sie ans Fenster. Da sie nichts in der Dunkelheit erkennen konnte, war sie einen Moment unsicher. Ihr Zimmer befand sich im dritten Stock! Hier konnte niemand so leicht hochklettern. Vielleicht saß ja auch eine Katze draußen.

Schließlich öffnete sie das Fenster einen schmalen Spalt. Doch plötzlich wurde es einfach aufgedrückt, und jemand schlüpfte ins Zimmer.

Elsa konnte im dunklen Dämmerlicht ihres Zimmers nichts erkennen. Erschrocken hielt sie sich die Hand vor den Mund. Was sollte sie bloß tun? Niemand würde sie hören, wenn sie um Hilfe rief. Sie war ganz allein hier, nachdem sich Edwolf auf Reisen befand und erst in zwei Wochen zurückkommen würde. Das Dienstpersonal wohnte außerhalb des Schlosses und Iris hatte sie heute Abend deren Verlobten besuchen lassen.

Erst als die Person leise ihren Namen flüsterte, liefen ihr Schauer über den Rücken. Diese Stimme würde sie immer und überall wiedererkennen. Das war Jack Greenwood!

Die Lampe wurde angezündet, und sie blickte ihrem Widersacher in die Augen. Elsa hatte wirklich angenommen, dass sie ihn nie mehr sehen würde. Sie wich immer weiter zurück, bis sie rückwärts auf ihr Bett stolperte.

„Wo willst du denn hin?“ fragte er mit einem Lachen in der Stimme. „Oh, wie ich sehe, hegst du dieselben Wünsche wie ich.“ Und schon warf er sich schwer auf sie. „Es hat lange gedauert, bis ich in diesem Schloss dein Zimmer gefunden habe, aber jetzt wirst du mich nicht mehr so schnell los. Egal wo du hingehst, ich werde dich finden.“

Elsa begann sich zu wehren und trat nach ihm. „Lass mich los, du elender Lügner. Hast du mir nicht schon genug wehgetan?“

Jack blickte sie an. „Ich wollte das alles gar nicht. Ich wollte dir nie wehtun.“ Elsa sah Ehrlichkeit und Betroffenheit in seinen Augen.

Nein, sie würde nicht mehr auf ihn hereinfallen. Elsa lachte bitter auf. „Wenn du meinst, dass ich dir das glaube, dann hast du dich geirrt. Du hast von Anfang an geplant mich zu verführen. An mir warst du nie interessiert. Du brauchst es gar nicht zu leugnen.“

Jack lachte. „Ach Elsa, selbst wenn ich das wirklich hätte, dann hätte ich dich doch nicht geheiratet und mir jetzt gar nicht die Mühe machen müssen, dich zu suchen. Wenn du mir egal wärest, hätte ich doch nur zu Hause bleiben müssen.“

Irgendwie war es ja wirklich unlogisch, dass er jetzt plötzlich wieder aufgetaucht war. „Andererseits kannst du es wohl auch nicht auf dir sitzen lassen, dass dir deine Frau praktisch vor dem Altar weggelaufen ist. Was tratschen die Leute denn inzwischen?“

Ihr Mann zog es vor, diese Frage nicht zu beantworten. „Ach, Elsa. Zwei Monate sind eine lange Zeit. Hast du mich denn gar nicht vermisst?“

Oh doch, das hatte sie – sogar sehr , aber sie würde es nie zugeben. „Was willst du eigentlich?“

„Ich will dich“, flüsterte Jack eindringlich. „Ich will, dass du wirklich meine Frau bist.“

Elsa stöhnte auf und hielt sich die Ohren zu. Seine Worte sandten warme Schauer durch ihren Körper. Sie merkte, dass sie ihm glauben wollte. Das konnte sie nicht zulassen. „Du lügst, wenn du den Mund aufmachst!“ schrie sie ihm förmlich entgegen. Warum konnte er sie nicht endlich in Ruhe lassen? Sie hatte inzwischen gelernt zu leben, ohne ständig an ihn zu denken und ihn ständig zu vermissen.

„Ich habe für dich deinen Bruder ausfindig gemacht. Weißt du nicht, was das für mich für eine Überwindung war?“

Sie lachte bitter auf. „Überwindung? Aye, sicher. Du hasst die Engländer. Aber ist es nicht günstig, statt mit einem armen Waisenmädchen plötzlich mit der Schwester des Earls von Landsgron verheiratet zu sein? Meine Familie ist einflussreich.“

Sein Blick wurde hart. „Denkst du wirklich so schlecht von mir? Hältst du mich für so berechnend?“

„Ich halte dich für mehr als berechnend, Jack. Das hast zu doch bereits bewiesen.“

Inzwischen war Jack durch die Bewegungen ihres Körpers unter ihm erregt. Er begann als Antwort ihr Gesicht mit Küssen zu bedecken. Elsa wehrte sich, während das vertraute Gefühl der Schwäche in ihr hochstieg. Sie wollte ihn wegstoßen und gleichzeitig seinen Mund an ihrem spüren.

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