Titel

ENDLICH L(I)EBEN

Leseprobe

Urheber
Martin Exner

Printbook / Ebook

Verlag
GD Publishing /---
Bindung
Paperback
Seitenzahl / Dateigröße
148 / --- KB
Sprache 
Deutsch
Format
Din A4 / ----
ISBN / ASIN
978-3-9592-6843-1 / ---
Preis
€ 9,99 (je nach Anbieter zzgl. Porto) / € ---

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Wahrhaftige LIEBE = LEBENDIGES LEBEN = FREIHEIT = FREUDE = FRIEDEN = GLÜCK

"Liebe ist die stärkste Macht der Welt,
und doch ist sie die demütigste, die man sich vorstellen kann."
(Mahatma Gandhi)

Mit der Liebe beschäftigen sich Menschen überall auf der Welt seit vielen Jahrhunderten, vielleicht sogar seit Bestehen der Menschheit. In Google gibt es derzeit rund 271.000.000 Einträge zu diesem stets aktuellen Thema. Das ist ein klarer Indikator für die zentrale Bedeutung von Liebe im menschlichen Dasein.

Eine Analyse der Philosophie-, Religions- und Kulturgeschichte lässt uns vermuten, dass der Begriff der "Liebe" deshalb so entscheidend ist, weil sich darin die drei Grundwerte des Seins vereinen: GUTES, WAHRES und SCHÖNES.

GUTES im Sinne des Mitgefühls für alle Lebewesen.

SCHÖNES im Sinne der Kreativität und Ekstase die in der Inspiration des Miteinanders erblüht.

WAHRES im Sinne des erforderlichen Bewusstseins, zur Erkenntnis über die Liebe als Essenz des Lebens in uns und um uns herum, die mit befreiender Wirkung das Leben bereichert und intensiviert.

In diesem Buch geht es um das eigene SEIN in "WAHRHAFTIGER" LIEBE. Wahrhaftig ist hier im Sinne von essenziell, bedingungslos, ehrlich und unverfälscht zu verstehen. Gemeint ist die heilige Liebe. Heilig meint in diesem Zusammenhang das Göttliche (Universelle) als heilende Ganzheitlichkeit. Eine Liebe, die dem Seelen-HEIL dient.

Warum gibt es (gefühlt) so wenig Liebe auf der Welt? Warum sehnen sich Menschen so sehr nach Liebe und können sie dennoch nicht oder nur unzureichend in ihr Leben integrieren? Warum gibt es häufig lieblose Auseinandersetzungen und Ausgrenzungen in der Familie sowie Hass und Kriege überall? Eine vordergründige Antwort, die man allerorten hört, ist, dass Machthaber und Regierungen für Zwietracht, Hass und Kriege sorgen, um ihre Macht auszubauen. Allerdings stecken dahinter immer einzelne Menschen, die als Individuen handeln und dafür verantwortlich sind.

Das Individuum ist der zentrale Schlüssel, um Liebe ganzheitlich in der Gesellschaft stärken zu können, damit überall Heilung stattfinden kann. Es beginnt im kleinsten zu wirken und zieht dann immer größere Kreise. In der Partnerschaft, in der Familie, im Beruf etc. Das, was wir im Kleinen verändern, wirkt sich im Großen aus. Das ist wie bei dem Schneeballeffekt. Ein kleiner Schneeball, der den Hang herunterrollt und immer mehr Schnee einwickelt, wird irgendwann zu einer Lawine, die den ganzen Hass, das ganze Leid wegrollt.

Manche behaupten, die Liebe sei nur eine Idee der Menschheit und somit eine Illusion, eine tiefe Sehnsucht in uns nach Verschmelzung, der wir hinterherlaufen und die wir verherrlichen.
Es gibt nur eine Möglichkeit das herauszufinden. Man muss sich auf dieses Gefühl, diese besondere Energie einlassen und dieses außergewöhnliche Phänomen auf sich wirken lassen. Doch in der modernen Welt der Wissenschaften und Datensammlungen wird oftmals abgelehnt, was sich nicht mit dem Verstand beweisen lässt. Und wenn man etwas ablehnt, kann man es nicht erfahren. Das sind ganz banale Gesetzmäßigkeiten.

So schön die Liebe ist, so sehr wird sie auch verklärt und idealisiert dargestellt. Manchmal beschönigen wir deshalb einen Zustand, den wir für Liebe halten und betrügen uns damit selbst oder verschließen uns vor der reinen Liebe, weil wir glauben, sie hätte in uns schon so viel Leid und Schmerz verursacht, obwohl hierfür nur unsere verschleierten, objektbezogenen, egozentrischen Überzeugungen von Liebe verantwortlich sind.
Denn eines ist sicher: Wahrhaftige, bedingungslose Liebe verursacht kein Leid.

Aber wie kann Liebe befreiend wirken, Frieden stiften, Freude auslösen und Glück hervorrufen? Darauf geht dieses Arbeitsbuch ein. Es möchte dir aus deinen alten Gewohnheiten von Gedanken und Verhaltensmustern heraushelfen.

Mein Liebeswerk darf dein Wegbegleiter sein. Es möchte dich inspirieren, neue Verhaltensweisen und Handlungsmöglichkeiten zu entdecken bzw. zu entwickeln, um der "reinen Liebe" näher zu kommen, damit dein Leben reicher und wertvoller wird.

Leseprobe

Ein persönliches Wort zuvor:
Ich verwende aus Gründen der besseren Lesbarkeit im nachfolgenden Text jeweils entweder die
männliche oder weibliche Form, achte dabei aber auf keine Quote. Trotzdem dürfen sich bei dem
Inhalt beide Geschlechter gleichermaßen angesprochen fühlen, denn die Liebe trennt nicht in
Geschlechter und sie wiegt auch nicht auf.
"Liebe ist die stärkste Macht der Welt,
und doch ist sie die demütigste, die man sich vorstellen kann."
(Mahatma Gandhi)

Schon wieder ein Buch über die Liebe?
Gibt es denn nicht schon genug davon?

Nun, meine Erfahrung lehrt mich, dass es durchaus sinnvoll ist, ein und dasselbe Thema von vielen Seiten zu betrachten. Dadurch kommen bei unterschiedlicher Sichtweise und Interpretation auch immer wieder neue Erkenntnisse hinzu, wodurch mehr Menschen sich angesprochen und
verstanden fühlen können. Denn Menschen haben ihre jeweils eigenen Wahrnehmungen aufgrund ihrer individuellen Prägung und suchen sich insofern entsprechende Felder, die mit der persönlichen Sozialisation möglichst übereinstimmen.

Diese Vielfalt an Eindrücken, Erlebnissen und Auffassungen ist wie ein Mosaik, welches durch ganz viele Steinchen seine ganzheitliche Wirkung und Ausstrahlung erst richtig zur Geltung, Entfaltung und Vollendung bringt. Wie oft schauen wir uns Dinge nur von einer, nämlich unserer
eigenen Perspektive aus an und erkennen dadurch lediglich einzelne Puzzle-Teile, die für sich betrachtet oftmals bedeutungslos erscheinen und das ganze Schöne in seiner glanzvollen Fülle und Herrlichkeit nicht bzw. noch nicht erkennen lassen.

Mit der Liebe beschäftigen sich Menschen überall auf der Welt seit vielen Jahrhunderten, ja vielleicht sogar seit Bestehen der Menschheit. Wer weiß das schon. In Google gibt es derzeit rund 271.000.000 Einträge zu diesem stets aktuellen Thema. Das ist ein klarer Indikator für die
besondere und zentrale Bedeutung von Liebe im menschlichen Dasein.
Eine Analyse der Philosophie-, Religions- und Kulturgeschichte lässt uns vermuten, dass der Begriff der "Liebe" deshalb so entscheidend ist, weil sich darin die drei Grundwerte des Seins vereinen: GUTES, WAHRES und SCHÖNES.

GUTES im Sinne des Mitgefühls für alle Lebewesen.

SCHÖNES im Sinne der Kreativität und Ekstase die in der Inspiration des Miteinanders
erblüht.

WAHRES im Sinne des erforderlichen Bewusstseins, zur Erkenntnis über die Liebe als Essenz des Lebens in uns und um uns herum, die mit befreiender Wirkung das Leben bereichert und intensiviert.

In diesem Buch geht es um das eigene SEIN in "WAHRHAFTIGER" LIEBE, wie der Untertitel verrät. Wahrhaftig ist hier im Sinne von essenziell, bedingungslos, ehrlich und unverfälscht zu verstehen. Gemeint ist die heilige Liebe. Heilig meint in diesem Zusammenhang das Göttliche
(Universelle) als heilende Ganzheitlichkeit. Eine Liebe, die dem Seelen-HEIL dient.

Aber warum gibt es (gefühlt) so wenig Liebe auf der Welt? Warum sehnen sich Menschen so sehr nach Liebe und können sie dennoch nicht oder nur unzureichend in ihr Leben integrieren? Warum gibt es häufig lieblose Auseinandersetzungen und Ausgrenzungen in der Familie sowie Hass und
Kriege überall? Eine vordergründige Antwort, die man allerorten hört, ist, dass Machthaber und Regierungen für Zwietracht, Hass und Kriege sorgen, um ihre Macht auszubauen. Allerdings stecken dahinter immer einzelne Menschen, die als Individuen handeln und dafür verantwortlich
sind.
 
Die Suche nach Gründen im Außen führt daher nicht zur Lösung unserer Probleme. Vielmehr können wir nur mehr Liebe in die Welt senden, wenn jeder Einzelne seine eigene, tief verankerte Liebe zur Entfaltung bringt und ihr somit den notwendigen Raum gibt. Erst dadurch kann sie sich auch auf unserer Erde entsprechend ausbreiten und ihre große Wirkung zeigen. Wir müssen uns darüber im Klaren sein, dass nur "echte", aufrichtige Liebe das Chaos unserer Welt heilen kann.

Geht nicht gibt's nicht.

Ausreden, wie "ich bin zu bedeutungslos", "habe keine Macht" oder "werde manipuliert", sind vorgeschobene Gründe, um sich nicht zu bewegen. Die Haltung, dass sich erst der Andere ändern muss, damit ich selbst anfangen kann, liebevoll zu handeln, führt zur Stagnation und damit ins
Leere. Die hohe Kunst ist es, nicht auf die anderen zu schauen, sondern JETZT bei sich anzufangen, ohne WENN und ABER. Das erfordert freilich eine ordentliche Portion Mut, weil man sich vom Strom der "Lemminge" verabschieden muss.
 
Das Individuum ist der zentrale Schlüssel, um Liebe ganzheitlich in der Gesellschaft stärken zu können, damit überall Heilung stattfinden kann. Es beginnt im kleinsten zu wirken und zieht dann immer größere Kreise. In der Partnerschaft, in der Familie, im Beruf etc. Das, was wir im Kleinen
verändern, wirkt sich im Großen aus. Das ist wie bei dem Schneeballeffekt. Ein kleiner Schneeball, der den Hang herunterrollt und immer mehr Schnee einwickelt, wird irgendwann zu einer Lawine, die den ganzen Hass, das ganze Leid wegrollt.

Was wäre die Welt ohne Liebe?

Ab Mitte des 19. Jahrhunderts wurden führende Kinderärzte auf die Problematik der Findelhäuser aufmerksam. Damals prägten die Mediziner den Begriff "psychischer Hospitalismus". Trotz guter hygienischer Bedingungen war nämlich die Säuglingssterblichkeit in Säuglingsheimen besonders
hoch, in denen es an Zuwendung fehlte. Diejenigen, die überlebten, zeigten im Laufe des Heranwachsens starke Verhaltensauffälligkeiten. Sobald sich das Pflegepersonal den Säuglingen ausreichend widmete, ging die Sterblichkeit erheblich zurück. Diese damalige Beobachtung ist ein
klares Indiz dafür, wie wichtig Geborgenheit, menschliche Wärme und Zuwendung (Liebe) für eine gesunde Entwicklung ist.

Sicher ist eines: Die Liebe ist in ihrem Facettenreichtum über heilige Schriften aller Religionen, Gedichte, Romane, Filme, Gesänge etc. auf vielfältige Weise immer wieder beschrieben, aber auch verherrlicht worden, seitdem sich Menschen über Sprache und Schrift verständigen können. Und
doch bleibt sie für viele Menschen ein großes rätselhaftes Geheimnis. Manche haben sie in ihrem Leben nicht wirklich gespürt oder in ihrer wunderbaren Kraft und Fülle kennengelernt, weil sie sie nicht oder nur zeitweise bzw. nicht in ihrer vollen Blüte zugelassen haben. Aufgrund ihrer
persönlichen Enttäuschungen, Abgeklärtheit oder kopfgesteuerten nüchternen Sachlichkeit führt dies zu dem Trugschluss, sie existiere deshalb nicht oder sei nur etwas für hoffnungslos romantische Träumer, denen der Sinn für jegliche Realität fehlt oder abhanden gekommen ist.

Oder ist die Liebe doch nur eine Idee der Menschheit und somit eine Illusion, eine tiefe Sehnsucht in uns nach Verschmelzung, der wir hinterherlaufen und die wir verherrlichen?

Nun, es gibt nur eine Möglichkeit das herauszufinden. Man muss sich auf dieses Gefühl, diese besondere Energie einlassen und dieses außergewöhnliche Phänomen auf sich wirken lassen. Doch in der modernen Welt der Wissenschaften und Datensammlungen wird oftmals abgelehnt, was sich
nicht mit dem Verstand beweisen lässt. Und wenn man etwas ablehnt, kann man es nicht erfahren. Das sind ganz banale Gesetzmäßigkeiten.

Ich beobachte dieses grundsätzliche Dilemma bei uns Menschen in Bezug auf alle Sachverhalte: Wir leugnen in der Regel die Existenz dessen, was wir nicht selbst erfahren bzw. erlebt haben oder plappern einfach etwas nach, was wir mehrfach gehört oder gelesen haben und deshalb für die absolute Wahrheit halten. Die starre Festlegung auf die eigene kleine Welt lässt Vorstellungen über andere Realitäten oftmals nicht zu. Diejenigen, die sich über diese Zusammenhänge nicht bewusst sind, werden das beschriebene Phänomen natürlich vehement bestreiten.

Die vielfältige Deutung von Liebe führt leider auch dazu, dass sie missverstanden und der Begriff missbräuchlich benutzt wird. Im Namen der Liebe (Gottes) wird gemordet, geplündert, gestohlen und gelogen.
Wie schnell sagt man: "Ich liebe dich" und meint in Wirklichkeit "Ich brauche dich". Manche verwechseln Liebe mit Hörigkeit, gegenseitiger Abhängigkeit, Machtausübung, Unterdrückung, Gewalt, Verliebtheit etc. Liebe ist auch nicht gleichzusetzen mit "lieb sein," wie es viele von uns
aus der Kindheit kennen. Vielmehr sorgt reine Liebe für Klarheit und dazu gehört auch die mutige, liebevolle Auseinandersetzung.

Wie sollen junge Menschen tiefe Liebe erfahren, wenn ihnen Internet und andere Medien vermitteln, das Leben bestehe nur aus Spaß und oberflächlichem Sex mit ständig wechselnden Partnern? Dies ist um so fataler, weil in der Jugend bekanntlich erste Kontakte und Beziehungen
über die Befriedigung sexueller Begierde geknüpft werden und dann die Gefahr besteht, auf dieser Ebene "hängen" zu bleiben.

Mir fällt auf, dass sich aktuell immer mehr Menschen mit der "allgegenwärtigen wahren tiefen Liebe" sehr bewusst auseinandersetzen, dem tiefen Kern auf die Spur kommen wollen und offen darüber reden oder schreiben. Nach meiner Wahrnehmung ist noch nie in der Öffentlichkeit so
ungezwungen und selbstbewusst über ganzheitliche, bedingungslose Liebe gesprochen worden, wie heutzutage. Wer hätte sich das noch vor 20 Jahren getraut, aus Angst, als romantischer Spinner oder Träumer abgewertet bzw. belächelt zu werden? Allenfalls wurde früher über die Liebesbeziehung
eines Paares oder die Liebe zwischen Eltern und Kindern diskutiert und dies war größtenteils auf die wissenschaftliche, weniger auf die emotionale Ebene beschränkt.

Die Liebe ist nicht nur ein elementares Grundbedürfnis der Menschen, verbunden mit einer tiefen Sehnsucht danach, sondern allumfassend im Sinne des so genannten "göttlichen Funken", der alles in dieser Welt und sogar im Universum über die Schöpfung unsichtbar miteinander verbindet. Die
Liebe ist das unsichtbare Band, welches die Weltenseele zusammenhält und für die Meisten von uns, oftmals unbewusst, spürbar ist. Allein schon in einem Lächeln, das einem begegnet, auf das man ganz spontan gefühlsmäßig reagiert, zeigt sich diese liebevolle Verbindung und Zuwendung für
einen kurzen Moment in seiner reinsten klaren Form. Es bedarf dazu keiner Worte.

Die reine Liebe ist die höchstschwingendste, kraftvollste Energie, die wahre Wunder vollbringen und heilen kann. Die Vielseitigkeit, unfassbare Größe und Unergründlichkeit der Liebe zeigt sich schon dadurch,
dass wir über vielfältige Formen der Beschreibung versuchen, dieses Phänomen ganzheitlich zu erfassen. Und doch bleibt dieses wunderbare Gefühl, diese allmächtige kraftvolle Energie, die alles durchströmt, letztlich unbeschreiblich. Die Vollkommenheit und Reinheit der Liebe lässt sich mit dem Verstand immer nur in Bruchstücken umschreiben und begreifen. Jeder Mensch hat seine eigenen Empfindungen und Erfahrungen im Zusammenhang mit Liebe. Deshalb erhebe ich hier auch nicht den Anspruch, dies besser beschreiben zu können, als andere. Alles von mir niedergeschriebene basiert auf meinem Erfahrungsschatz und ist letztlich eine Momentaufnahme
meiner erworbenen Erkenntnisse.

Manche Autoren suchen eine Erklärung für die Liebe durch Aufsplittung in einzelne Teil-Bereiche und Unterformen. Diese Klassifizierung entspricht dem menschlichen Geist in der Dualität. Man verwendet diese Vorgehensweise sicherlich auch als Hilfsmittel zur Beschreibung des Phänomens.
Es kann dadurch allerdings auch zu Missverständnissen kommen und es besteht die Gefahr, dass man damit der Allgegenwärtigkeit von Liebe nicht gerecht wird. Nach meinem Verständnis gibt es nur DIE EINE WAHRHAFTIGE LIEBE und nicht verschiedene Sorten davon. Wenn ich hier von Selbstliebe, Nächstenliebe, Liebe in der Partnerschaft etc. schreibe, so sind damit nicht unterschiedliche Ausprägungen gemeint, sondern vielmehr der "Ort" der Wirkung. Liebe ist überall und immer da. Ihre Wirkung hängt von jedem Einzelnen ab, von meinem eigenen Erleben.
 
Entscheidend für meine eigene Wahrnehmung von Liebe ist, wie sehr lasse ich sie zu und fließen bzw. wie ist meine persönliche Haltung dazu. Bin ich von der Existenz und Wirkung der Liebe überzeugt oder nicht? Entscheide ich mich dagegen, ist die Liebe im universellen Raum trotzdem
vorhanden, aber sie hat in Bezug auf mich keine oder nur sehr geringe Wirkung. Und wenn ich nicht genügend Liebe ausstrahle, hat das auch Einfluss auf andere Lebewesen.
 
Da der Mensch aber nicht nur aus Verstand besteht, wie manche glauben, arbeitet die Sehnsucht nach Liebe im Innern und schreit nach Befreiung. In diesen Fällen der (Selbst)Leugnung und Ablehnung kann sich Liebe dann auch in Form von Hass zeigen. Die Ergebnisse sehen und spüren
wir tagtäglich.

Während sich in unserer Gesellschaft der Fokus hauptsächlich auf Eltern-Kind-Liebe und Paar-Liebe richtet (seit geraumer Zeit auch auf Tierliebe), gehe ich hier nur am Rande auf die Besonderheiten der partnerschaftlichen Liebe ein. Denn man kann genauso gut als Single in Liebe SEIN und die Welt beglücken.

So schön die Liebe ist, so sehr wird sie auch verklärt und idealisiert dargestellt. Wie oft bekommen wir eine romantische, fast schon kitschige Vorstellung davon vermittelt. Manchmal beschönigen wir deshalb einen Zustand, den wir für Liebe halten und betrügen uns damit selbst oder verschließen uns vor der reinen Liebe, weil wir glauben, sie hätte in uns schon so viel Leid und Schmerz verursacht, obwohl hierfür nur unsere verschleierten, objektbezogenen, egozentrischen Vorstellungen und Überzeugungen von Liebe verantwortlich sind.

Denn eines ist sicher: Wahrhaftige, bedingungslose Liebe verursacht kein Leid.
 
Aber wie ist das möglich? Wie kann Liebe befreiend wirken, Frieden stiften, Freude auslösen und Glück hervorrufen? Darauf will ich im Folgenden eingehen.

Dieses Buch ist nicht als klassischer Ratgeber zu verstehen, denn es gibt für die vielfältige Erfahrung der Liebe kein Geheimrezept. Wenn du glaubst, durch bloßes Lesen die Liebe zu erkennen und damit dem Glück, der Freiheit, dem Frieden, der Freude und der Fülle auf die Spur zukommen, dann irrst du. Dafür ist dieses Buch ungeeignet und du legst es besser weg. Dies ist eher
ein Arbeitsbuch, das dir aus deinen alten Gewohnheiten von Gedanken und Verhaltensmustern heraushelfen möchte. Und glaube mir, jeder von uns hat - mehr oder weniger - diese (unbewussten)Begrenzungen. Mein Liebeswerk darf dein Wegbegleiter sein. Es möchte dich inspirieren, neue Verhaltensweisen und Handlungsmöglichkeiten zu entdecken bzw. zu entwickeln, um der "reinen
Liebe" näher zu kommen, damit dein Leben reicher und wertvoller wird. Ein Leben voller Fülle.

Dabei geht es einzig und allein um deinen eigenen Weg, der, wenn du ihn neu einschlägst, auch schmerzhaft und mit Stolpersteinen gepflastert sein kann. Wenn dir das zu anstrengend ist oder Du keine Notwendigkeit dafür siehst, kannst du auch alles beim Alten lassen und musst dich dafür überhaupt nicht schämen oder selbst verurteilen. Nichts muss, alles kann. Du darfst sogar das, was du hier liest, als völligen Blödsinn bezeichnen. Es ist deine eigene Entscheidung. Aber übernehme dann bitte die volle Verantwortung dafür. Jammere nicht herum, wenn sich dein Weg in Form eines
Kreises bewegt oder dein Gefühl dir vermittelt, auf der Stelle zu treten und die Seele Qualen erleidet.
Schon Albert Einstein, der entgegen der damals herrschenden Meinung bereits begriff, dass Spiritualität und Wissenschaft kein Gegensatz ist, hat einmal gesagt:
"Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert."

Und er äußerte auch:
 
"Die wichtigste Erkenntnis meines Lebens ist die, dass wir in einem liebenden Universum leben. Wir können der Tatsache nicht ausweichen, dass jede einzelne Handlung, die wir tun, ihre Auswirkung auf das Ganze hat."

Du hast, wie jeder Mensch, ebenfalls die Chance, dein Bewusstsein darauf auszurichten und heilend auf das Ganze einzuwirken. Es besteht für alle Menschen die Freiheit und das Angebot zur Entwicklung sowie Entfaltung, welche allerdings mit Veränderung einhergeht. Das lässt sich nun
mal nicht vermeiden. Veränderungsprozesse bedeuten Arbeit an sich selbst und können auch anstrengend sein. Manchmal lösen sie auch Angst aus, weil man die vermeintliche Sicherheit und sogenannte Komfortzone verlässt.
Wenn es sich für dich richtig anfühlt, dann begebe dich auf eine neue Spur deines Lebens, die dir inneres Wachstum und Reife bereitet. Und wenn Du schon auf dieser Spur bist, kann Dir dieses Buch vielleicht weitere Impulse geben, um noch tiefer und unverfälschter zu empfinden. Du verlässt deshalb noch lange nicht deinen eigenen Weg, auch wenn es dir manchmal fremd
vorkommt, weil du lange Zeit vielleicht etwas anderes für Normal gehalten hast. Es gibt dabei keine falsche Richtung! "Richtig" und "Falsch" sind menschliche Bewertungen, die zu Verurteilungen anderer und sich selbst gegenüber führen können. Manche Stillstände und Umwege sind für die
eigene Entwicklung einfach notwendig. Jeder hat seine eigene Geschwindigkeit. Das musste ich auch erst lernen.
 
Es erfordert allerdings großen Mut, einen neuen Weg einzuschlagen, ohne den bisherigen als falsch oder sinnlos zu verurteilen. Es gibt nichts zu bereuen. Alles hat seinen Sinn. Manchmal erkennen wir das leider erst hinterher. Wenn man diesen Aha-Effekt so richtig auf sich wirken lässt, stellt sich zumeist tiefe Dankbarkeit ein.

Das Leben ist mit seinem wachsenden Reichtum an Erfahrungen wie ein Fluss, der zur Mündung hin größer und stärker wird. Wenn du die Herausforderungen dankbar annimmst, sie in Erkenntnisse zur Reife verwandelst und dich damit dem natürlichen Lebensfluss hingibst, kann etwas Wunderschönes erblühen, das dein Leben unendlich bereichert und deinen Horizont mit einem
großen Erfahrungs- und Erkenntnisschatz erweitert. Das ist der eigentliche Sinn des Lebens.
 
Liebe dein Leben, dann lebst du die Liebe!

Vor allem in der westlichen Welt verläuft der Lebensfluss vielfach wie die begradigten Flüsse in unserer betonierten Natur, die zu leblosen Kanälen mit gleichförmiger Fließgeschwindigkeit umfunktioniert wurden und dahinsiechen. Der Fokus lag bei diesem menschlichen Eingriff auf
Kontrolle und Funktion. Mittlerweile haben die Verantwortlichen erkannt, dass diese künstlich gereinigten Abwasserrinnen eine Menge Nachteile mit sich bringen und so erfolgte nach und nach die so genannte Renaturierung.

Viele Menschen haben mittlerweile für sich erkannt, dass das Leben
in unserer Gesellschaft, das insbesondere im Wirtschaftssystem ebenfalls auf Funktionieren und Kontrolle ausgerichtet ist, so nicht mehr lebens- und liebenswert ist. Sie rebellieren deshalb oder der Körper reagiert über Krankheiten, die eine Neuausrichtung erzwingen und wenn diese nicht erfolgt, auch mit dem Tod enden.

Renaturiert also auch Euer Leben, denn wir sind ein natürlicher Organismus, kein reibungslos funktionierender Mechanismus, wie es das Wirtschaftssystem von uns erwartet und einfordert. Wandelt Euch vom überwiegend angepassten, fremdbestimmten Objekt zum selbstbestimmten, gestaltenden aktiven Subjekt. Leben heißt Lebendigkeit, nicht Gleichmaß. Ein lebendiger Bach oder
Fluss hat auf seinem Weg Strecken mit Sprudeln, Wasserfällen oder gemächlich fließendem Wasser. Das Flussbett verläuft ganz unterschiedlich. Die Uferzonen zeigen sich mit einer reichhaltigen, ständig wechselnden Vegetation. So reichhaltig bunt kann auch dein Leben sein und dadurch kann
sich auch die Liebe erst so richtig entfalten.

Ich möchte dir hier Inspirationen und Impulse anbieten, damit dein Lebens- und Liebesfluss wieder lebendiger mit einer Fülle von liebevollen Erfahrungen wird. Dazu lege ich dir meine eigene, persönliche Sichtweise zum Thema Liebe dar, die sich aus den Erkenntnissen meines Lebens nährt.
Das kann sich für dich ganz anders darstellen und anfühlen. Du hast deinen eigenen Weg. Gehe ihn. Versuche nicht zu kopieren. Kopien verblassen. Bilde dir deshalb deine eigene Meinung, übernehme nicht blind, was du hörst, siehst oder liest. Höre auf dein Inneres und entscheide, was
sich für dich persönlich richtig anfühlt.
 
Und wenn du dich schon lebendig fühlst, um so besser. Was spricht jetzt dagegen, noch lebendiger zu werden?

Mich hat mein Weg mit meinen Erlebnissen, Lernaufgaben und Konflikten dazu geführt, die Liebe weitestgehend in meinem Leben erblühen und strahlen zu lassen. Dies hat mich von vielen Lasten befreit. Heute kann ich viel besser die Leichtigkeit des Seins genießen. Trotzdem gibt es immer wieder Situationen, in denen mir das noch nicht oder nur unzureichend gelingt und ich quasi wieder aus der Bahn geworfen werde und an mir und der Liebe zweifele. Das ist aber kein Grund zum Verzweifeln, denn wir sind Menschen. Deshalb sollten wir nicht den Anspruch auf Perfektion an uns stellen. Ich weiß, wovon ich rede. Bedingt durch meine Erziehung, habe ich mir mein Leben durch einen hohen Anspruch an mich und andere sowie ein ausgeprägtes Pflichtbewusstsein bis ca. zum 44. Lebensjahr unnötig schwer gemacht, was sich natürlich auch auf meine Mitmenschen auswirkte.

Ich bin jederzeit für neue Impulse und den inspirierenden Gedanken- und Erfahrungsaustausch mit anderen Menschen immer wieder dankbar. Daran kann ich innerlich wachsen. Wir können alle einander Schüler und Lehrer sein. Ich lerne ständig noch dazu und bin ohnehin der Meinung, dass man nie auslernt.

Es kommt auf die Grundhaltung und Überzeugung an. Durch die Öffnung für die wahre unverfälschte Liebe kann ich in meinem Leben zunehmend mehr Freiheit, Freude, Frieden und Glück empfinden und vor allem genießen. Das ist im Vergleich zum oberflächlichen Spaß, der uns auch über den Konsum angeboten wird, wahrer Genuss. Ein nachhaltiger Genuss ohne Reue, Nebenwirkungen, innere Leere oder bitteren Nachgeschmack.

Ja, all das sind erfüllende Empfindungen, die sich jeden Tag neu einstellen, wachsen, aber auch wieder schwinden können. Es gibt keinen statischen Zustand, auch wenn sich das Manche so sehr wünschen. Wären diese Gefühle für uns überhaupt noch wahrnehmbar, wenn sie ununterbrochen
und dauerhaft vorhanden wären? Ich glaube, es gibt keinen Menschen, der ständig nur in vollständiger Liebe sein kann. Da die allumfassende Liebe allerdings ein Bewusstseinszustand ist und damit mehr als ein Gefühl, ist sie immer präsent und ihre Wirkung hängt davon ab, inwieweit
wir sie zulassen. Ich habe eine Beschreibung von Walter Müller gefunden, die deutlich macht, dass Liebe ein immerwährender Prozess ist, eine ständige Feinjustierung unserer inneren Balance, dem der zweifelnde Verstand durch seine immerwährende Suche und Begrenzung entgegenwirkt.
"DU KANNST MIT DEM VERSTAND NICHT FINDEN,
WAS NUR AUF DER GEFÜHLSEBENE ERFAHREN WERDEN KANN."
"Der Mensch sucht die Ruhe und bemerkt dabei nicht, dass er erst durch das Suchen Unruhe schafft.
Der Mensch sucht das Glücklichsein und übersieht durch das Suchen, dass er das Glücklichsein selbst ist.
Der Mensch sucht die Liebe und nimmt dadurch der Liebe die Chance, sich zu zeigen.
Halte Inne, vertraue und erwarte nichts und Harmonie, Frieden und Liebe wird sich Dir zeigen.
Es gibt nichts, was Du finden kannst. Es gibt nichts, was Du sein musst. Es gibt nichts, das Du erreichen sollst, um zu sein.
Man kann nicht bei sich ankommen. Man kann nur aufhören, ankommen zu wollen und man erfährt dass man schon immer war, ist und sein wird.
Durch das Suchen, wirst Du Dich scheinbar verlieren.
Mit dem "Sein" wollen, wirst Du das Gefühl von "Du bist noch nicht genug" in Dir erzeugen.
Erst mit dem "Erreichen" wollen, wirst Du Dich scheinbar von Dir selbst entfernen.
Du kannst mit dem Verstand nicht finden, was nur auf der Gefühlsebene erfahren werden kann.
Mit den Augen wirst Du keinen Ton hören können...mit der Nase kein Bild sehen...mit den Fingern keinen Geruch wahrnehmen.
Mit dem Verstand wirst Du nie Liebe wahrnehmen können....mit dem Verstand kannst Du Dich selbst nicht finden, weil Du die ganze Zeit bist.
Du bist immer und nur durch das Suchen machst Du Dir selbst vor, etwas müsste noch gefunden werden, um zu sein.
Du wirst damit immer wieder das Gefühl von Unvollkommenheit in dir hervorrufen.
Du kannst nicht mehr werden, als Du bist und das was Du bist, ist viel mehr, als Du im Moment des Suchens wahrnehmen kannst.
Die Blume ist schön...einfach, weil sie ist.
Die Sonne strahlt Wärme und Licht aus...einfach, weil sie ist.
Du wirst Schönheit in die Welt senden....einfach, weil Du es Dir erlaubst, zu sein.
Du wirst Wärme in diese Welt senden...einfach weil Du es Dir erlaubst, zu sein.
Du wirst vielleicht nicht das finden, was du die ganze Zeit gesucht hast...aber du bist glücklich...
du bist Liebe...du bist zufrieden, einfach weil Du bist, wie Du bist.
Und wenn Du Dich jetzt fragst, wie man das macht...dann lies den Text nochmal.
Bisher hast Du immer etwas tun wollen um zu sein...jetzt hörst Du einfach auf, etwas tun zu wollen, um zu sein.
Das ist der Unterschied...nun steht Dir Energie zur Verfügung, die Du vorher für ein zielloses Umherirren verbraucht hast.
Nutze sie und lebe Dein Leben."
(Walter Müller)

Ich möchte hier ergänzen:
"Lebe die Liebe, dann liebst du dein Leben und die Liebe wirkt überall."
(Martin Exner)

Nach den Gedanken von Walter Müller und meiner Ergänzung könnte ich eigentlich dieses Buch beenden. Denn das Wesentliche ist gesagt.
Oder etwa doch nicht?
 
Warum sind viele Menschen auf der Suche nach sich selbst, statt im
SEIN zu sein?
Die oftmals verzweifelte Suche, die zur Sucht werden kann, welche viele Menschen in ihren zwanghaften Süchten ausleben und uns vom sinnerfüllten Leben und der echten Liebe entfernt. Damit gibt es noch eine ganz fundamentale Frage, die wahrscheinlich die meisten umtreibt:

Wie lebe ich die Liebe?

"Wir alle müssen das Leben meistern. Aber die einzige Art, es zu meistern, besteht darin, es zu lieben.''
(Georges Bernanos)

"Liebe das Leben, denn das Leben liebt dich"
(Martin Exner)

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