Titel

Die toten Lebensretter

Leseprobe

Urheber
Jens Löser

Verlag
BoD Norderstedt
Bindung
Booklet
Seitenzahl
44
Sprache
Deutsch
Format
Taschenbuch
ISBN
978-3-8370-3485-1
Preis
€ 4,90 (je nach Anbieter zzgl. Porto)

Internet
www.die-toten-lebensretter.jimdo.com

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Es wird das Leben vom 'Typ' geschildert, der einige Hürden im Leben zu meistern hat. Er wird gewaltig vom Schicksal gebeutelt & schlägt sich Stunde um Stunde durch den Alltag. 

Der Roman ist größtenteils autobiographisch verfasst, mit futuristischen Zyklen versehen.  

Es handelt sich um einen in der „Er“-Form (auch der „Typ“) verfassten, autobiographischen Roman, der mit futuristischen Zyklen verflochten ist. Er handelt von meinem ereignisreichen Leben, in dem ich sehr viele Höhen und Tiefen durchlaufen musste. Geprägt durch manisch/depressive Phasen seit meinem 23. Lebensjahr, war ich sehr kreativ in der Manie und bekam immer dann kriminelle Energie, wie Autodiebstähle nur aus der Fahrlaune heraus und konsumierte exzessiv Drogen. Doch nach der anhaltenden Hochphase, kam es soweit, dass ich auffällig wurde und mehrfach von der Polizei in die geschlossene Psychiatrie gebracht wurde. Dort folgte dann eine länger anhaltende Depression. 

Ende 1995 hatte ich München satt, klaute erneut ein Auto und fuhr Richtung Norden. In Rostock wurde ich schließlich verhaftet und musste ins Gefängnis, indem meine Erkrankung nicht weiter behandelt wurde. So bekam ich kurz nach der Verhandlung einen psychotischen Schub, sah in der Sozialarbeiterin meine an Krebs verstorbene Mutter und wurde in einer Einzelzelle fixiert. Doch bei der Durchsuchung wurde ein Feuerzeug übersehen, mit dem ich mich anzündete, in der Meinung, ich könne mich dadurch auflösen und auf dem Freihof wieder erscheinen.

Danach folgte ein mehrmonatiger Aufenthalt in der Intensivstation für Schwerstbranntverletzte, 33% meiner Haut wurden transplantiert und Finger der linken Hand teil-amputiert. 

Anmerkung: Den größten Teil des Buches schrieb ich in einer Manie und von der ersten bis zur letzten Zeile durchgehend, ohne an einzelnen Kapiteln zu „basteln“, weshalb es einen guten „Flow“ hat. Das letzte Drittel beendete ich in einer Langzeittherapie. 

Die Idee, der Titel und die erste Seite entstanden bereits 1996 in der Intensivstation.

Erst 2004 traute ich mich wieder an das Thema und schrieb fast täglich, ob Tag oder Nacht, wie ein besessener an dem Buch und begann auch so langsam, diese Story mit der Klinik in den Wolken, zu leben, was auch schon schizophrene Züge annahm.

Durch eine erneute Zwangseinlieferung in die „Geschlossene“, wurde mein Drang unterbrochen, so dass ich dann in meiner Genesung, nach einem halben Jahr, erst das Werk zu Ende bringen konnte.

Leseprobe

Der Typ liegt fest gekettet in einer Einzelzelle in irgendeinem baufälligen Knast im Osten von Deutschland. Seine Arme sind am Bettgestell mit Handschellen festgeschnallt und die Beine sind durch eine Fußfessel am unteren Rand des Bettes fixiert. Er liegt reglos auf der braunfarbenen Polyacryldecke, seine Augen wandern unruhig im Raum umher und der Blick verrät, dass sein Hirn pausenlos arbeitet. 

Nachdem er den Raum abgecheckt hat, beginnt er durch heftiges Rütteln mit den Armen die Handschellen zu überprüfen, doch es scheint sinnlos sich aus dieser eisernen Umklammerung befreien zu wollen. Trotzdem wandert, durch Überdehnung des Handgelenks, seine rechte Hand in die Hosentasche der Jeans und umklammert ein Feuerzeug. Nun beugt er sich mit seinem Oberkörper nach rechts und nähert sich dabei mit dem Kopf dem Feuerzeug, das er mit den Zähnen packt und durch eine Drehung auf die andere Seite in die linke Hand befördert. Die Hand mit dem Feuerzeug bewegt sich nach unten, soweit es die Handschelle zulässt und entzündet die Decke, auf der er liegt. 

Er legt sich zurück, scheint sich zu konzentrieren und beobachtet die auflodernden Flammen. 

Später, ein Schrei und noch ein Schrei und ein durchgehendes Schreien, bis sich die Tür öffnet, durch den Rauch Gestalten auftauchen und er, der Typ, nur noch etwas Sandiges in seinem Mund spürt . . .

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