Titel

Der Rattenripper

Leseprobe

Urheber
Stefan Lamboury

Printbook / Ebook

Verlag
--- / KDP
Bindung
----
Seitenzahl / Dateigröße
--- / 251 KB
Sprache 
Deutsch
Format
--- / Mobi Kindle Edition
ISBN / ASIN
--- / B00BW7C6KM
Preis
€ --- (je nach Anbieter zzgl. Porto) / € 2,68

Internet
www.stefanlamboury.de.to

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In der Kanalisation wird eine Frauenleiche gefunden. Die Frau wurde von Ratten geradezu aufgefressen.
Die Beamten Herr Baumann und Frau Mey stehen vor einem Rätsel? Wie ist sowas möglich?

Der Täter hält seine Morde auf Video fest und lässt sie anonym den Beamten zu kommen.
Je mehr die Beamten herausfinden, desto größer wird das Interesse des Täters an Frau Mey.

Zu spät bemerkt sie, dass es der Killer auf sie abgesehen hat.

Leseprobe

In der Kanalisation

Sie schlug die Augen auf und starrte in die Dunkelheit. Sie hatte keine Ahnung wo sie sich befand, oder wie sie hierher gekommen war. Ein leichter Schmerz saß in ihren Schultern, doch sie nahm ihn kaum wahr. Der Duft von Fäkalien und abgestandenem Wasser machte sich kaum merkbar in ihrer Nase breit. Sie versuchte zu schreien, doch die Worte blieben ihr im Halse stecken. Ein fader Geschmack wie von einer ausgeleierten Socke lag ihr auf der Zunge. Petra ließ einen Blick durch den Raum schweifen. Wage konnte sie die Umrisse von Rohren erkennen, die an grauen Wänden entlangliefen. Sie glaubte Lärm zu hören, aber sie war sich nicht sicher, die Geräusche klangen dumpf und schienen etliche Meter oder Kilometer weit entfernt zu sein. War das hier ein Traum? Lag sie in ihrem Bett und schlief? Sie konnte sich nicht daran erinnern, Zuhause gewesen zu sein. Sie wusste ehrlich gesagt überhaupt nicht, was sie in den vergangen Stunden getan hatte oder wo sie gewesen war. Ihre Sinne begannen sich
 zu klären, der Lärm auf der Straße war deutlich zu hören, sie vernahm Motorengeräusche von Autos, und das dumpfe Knattern eines Presslufthammers. Sie vernahm Schritte wie auch das Quengeln und Fauchen von Kindern und gestressten Müttern. Ein kalter Windhauch fuhr ihr um die Taille und sie stellte mit Entsetzen fest, dass sie nackt war. Wer hatte ihr das angetan und was war mit ihren Kleidern geschehen? Hatte man sie weggeworfen wie ein paar alte Putzlappen? War sie in die Hände eines Perverslings gefallen? Einer der Leute, die den Slip ihrer Opfer aufbewahrten, um an ihm riechen und hinein zu wichsen? Und wenn dem so war, was hatte dieses Schwein mit ihr vor? Wollte man sie vergewaltigen, oder Nacktfotos von ihr machen um sie für seine oder ihre private Sammlung zu behalten? Wollte man sie umbringen? Bei dem Gedanken daran was man ihr alles antun könnte stieg Panik in ihrem Innerem auf und sie begann an den Fesseln zu zerren. Die Kette der Handschellen spannte sich nur um kurz
 darauf wieder zu erschlaffen. Ein kurzer Schmerz bereitete sich in ihrem Handgelenken aus, doch Petra registrierte ihn kaum, ein weiteres Mal begann sie an ihren Fesseln zu zerren, nur um feststellen, dass es aus ihrer eisigen Umklammerung kein Entrinnen gab. Petra versuchte um Hilfe zu schreien, doch aus ihrer Kehle drangen nur ein paar Laute, die man nicht definieren konnte. Das Herz schlug ihr bis zum Halse, kalter Angstschweiß lief ihren Nacken herunter. Sie schloss die Augen und zwang sich ruhig zu bleiben, wenn sie jetzt in Panik geriet würde ihr das nichts nützen. Irgendwann würde jemand kommen. Und was geschah dann? Petra verdrängte den Gedanken, es brachte nichts sich jetzt verrückt zu machen, ihr blieb so oder so nichts anderes übrig als abzuwarten. Petra versuchte sich daran zu erinnern, wer ihr das angetan haben könnte. Einer aus ihrem Bekannten oder Freundeskreis? Jemand mit dem sie sich verkracht hatte? Sie zermarterte sich das Hirn, doch ihr fiel niemand ein. Sie hatte keine Feinde und sie waren auch nicht wohlhabend.
 Warum war sie entführt worden? War es jemand aus ihrer Kindheit, ein Mitschüler oder eine Mitschülerin, mit der sie sich damals schon nicht verstanden hatte und die sich an ihr rächen wollte. Ein damaliger Liebhaber? Das war lächerlich, sie war immer beliebt auf der Schule gewesen, gut es gab ein paar Schüler die sie nicht besonders mochten, aber keinem von denen traute sie zu, dass er deswegen zu so drastischen Mitteln griff. Zudem lag ihre Schulzeit auch schon etliche Jahre zurück. Selbst ein Exfreund kam nicht in Frage, sie war seit über zwanzig Jahren glücklich verheiratet und wer war schon so verrückt, dass er nach über zwanzig Jahren beschließt sich an ihr zu rächen. Petra ließ den Tag Revue passieren. Sie war die Letzte im Büro gewesen, sie war noch damit beschäftigt gewesen, die Bilanzabschlüsse für den nächsten Tag fertig zu stellen. Alle anderen Mitarbeiter der Firma hatten das Büro gegen sieben Uhr verlassen, nur sie war noch da geblieben, weil ihr Chef die Abschlüsse
 bis zum nächstem Tag um acht Uhr auf seinem Schreibtisch haben wollte. Erst Abends um acht Uhr hatte sie ihren Computer heruntergefahren und war in die Tiefgarage zu ihrem Wagen gegangen. Auf dem Weg dorthin war Petra der schwarze BMW aufgefallen, der sich ein paar Plätze weiter befunden hatte. Der Wagen hatte getönte Scheiben und soweit sie wusste fuhr keiner ihrer Kollegen so ein Auto. Jedoch hatte sich Petra nichts weiter dabei gedacht. Als sie gerade bei ihrem Audi angekommen war, hatte sie einen leisen Knall vernommen, begleitet von einem Stich, der sich in ihre linke Schulter bohrte. Und dann war sie an diesem Ort wieder wach geworden. Was zwischen dem Schuss und ihrem Erwachen passiert war, wusste sie nicht, aber es war offensichtlich, dass ihr jemand in der Tiefgarage aufgelauert hatte. Er hatte sie wahrscheinlich während sie bewusstlos gewesen war ausgezogen und an diesen Ort gebracht. Sie vernahm Schritte. Jemand schien zu kommen. War es dieser Perversling, der ihr in der Tiefgarage aufgelauert hatte? Oder jemand anderes, ein Kanalarbeiter? Jemand der im Auftrag der Stadt das Abwassersystem wartete Das Herz schlug ihr bis zum Halse, was sollte sie nur tun, wenn es dieser Perversling war? Hier unten würde sie niemand hören, selbst dann nicht wenn sie sich die Seele aus dem Leib schrie. Falls sie überhaupt schreien konnte, mit diesem verdammten Knebel im Mund würden wahrscheinlich nur ein paar seltsame Stöhnlaute aus ihrer Kehle kommen. Sie drehte den Kopf zur Seite, aus den Augenwinkel konnte sie einen Mann erkennen, der mehrere kleine Käfige transportierte. Was sich jedoch in Innerem dieser Behälter befand konnte sie nicht erkennen. Der Mann trat auf sie zu und Petra spürte wie seine Finger über ihren Rücken fuhren. Ein kalter Schauer lief ihr über den Rücken und ihre Fantasie sagte ihr, dass es ein Perversling war, der jeden Augenblick seine Hose öffnen würde um sie zu vergewaltigen. Er machte sich an ihrem Knebel zu schaffen, worauf Petra schon dachte dass sie sich geirrt hatte. Als der Fremde ihren Knebel löste stieß sie hervor: "Bitte helfen Sie mir, irgendjemand hat mich entführt, bitte rufen Sie die Polizei."
Der Mann tat nichts dergleichen, stattdessen umfasste er ihre linke Brust und fuhr vorsichtig mit seinen Fingern ihren Bauch entlang, bis zu ihrer Scheide. Petra konnte es kaum fassen, Tränen schossen ihr in die Augen als sie keuchte: "Bitte lassen Sie mich gehen, bitte ich schwöre Ihnen, wenn Sie mich gehen lassen, werde ich Sie nicht anzeigen, ich habe Geld, wie viel wollen Sie? Sie können alles haben, aber bitte tun Sie mir das nicht an."
Für einen Augenblick war sie davon überzeugt, dass ihr Peiniger sich die Hose geöffnet hatte. Sie war sich sicher, dass Öffnen seines Reißverschlusses gehört zu haben und stellte sich darauf ein, jeden Moment seinen widerwärtigen Schwanz in ihrem After zu spüren. Doch stattdessen eilte ihr Peiniger zu dem Servicewagen von welchem er ein Stativ wie auch eine Kamera nahm und sie vor seinem Opfer aufbaute. Als Petra sah was dieses Schwein machte, rutschte ihr Herz in die unteren Regionen, reichte es dieser Drecksau denn nicht sie einfach nur zu nehmen, musste er seine Gelüste auch noch für seine private Pornosammlung auf Video festhalten? Trotz der Dunkelheit konnte Petra deutlich ein kleines rotes Lämpchen sehen, was nur bedeuten konnte, dass die Kamera eingeschaltet war. Der Mann bewegte sich auf die Käfige zu. Petra vernahm das Klippern eines Schlüsselbunds und das hohle Klicken, als das Schloss der ersten Käfigtür aufsprang. Ein weiteres Klicken, begleitet von einem Rascheln. Was
 waren das für Lebewesen? Schlangen oder Spinnen? Sie vernahm ein leises Trippeln, welches sich ihr langsam näherte. Für eine Schlange oder eine Spinne war das Geräusch zu laut. Waren es Mäuse oder Ratten? Gepackt von Ekel und blankem Entsetzen begann sie schreien: "Oh nein bitte schaffen Sie diese gottverdammten Viecher weg, ich mache alles was Sie von mir verlangen, aber bitte schaffen Sie diese gottverdammten Viecher wieder in die Käfige zurück."
Ihr Kidnapper stand einfach nur da und schien das Treiben der Ratten teilnahmslos zu beobachten. Sein Körper begann zu zittern. Und Petra dachte schon, dass er einen Anfall bekam. Aber Sekunden später musste sie feststellen, dass sich auch die anderen Ratten auf sie zu bewegten. Petra fing an zu schreien, als sie mitbekam, wie die ersten Ratten auf ihre Füße kletterten und langsam begannen sich an ihren Beinen hochzuarbeiten. Ein stechender Schmerz fuhr ihr in die Wade, es fühlte sich an wie Reißzähne, die sich in ihr Fleisch bohrten. Warmes Blut floss ihre Wade hinunter, als sich das erste Stück Fleisch von ihrem Körper löste.

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