Titel

Das pack' ich
Reisebericht einer ungewöhnlichen Tour

Leseprobe

Urheber
Antje Kucher-Freudenthal

Verlag
BoD Norderstedt
Bindung
Paperback
Seitenzahl
116
Sprache
Deutsch
Format
Din A5
ISBN
978-3-8423-3887-6
Preis
€ 9,99 (je nach Anbieter zzgl. Porto)

Internet
www.kucher-freudenthal.jimdo.com

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Antje Kucher-Freudenthal ist Internationale Diplom-Betriebswirtin (FH) und Master in Führung touristischer Unternehmen. Mit ihren Eltern und mit ihrem Mann verbrachte sie zahlreiche Urlaube im In- und Ausland. Sie lebte bereits in den USA und in Spanien, spricht daher auch drei Sprachen fließend.

Nach einem vierjährigen Auslandsaufenthalt auf Mallorca steht die Rückwanderung bevor. Mit von der Partie ist auch ihr Roller, für einige Umzugsspeditionen ein Problem. Also entschließt sich die Autorin für die eigenhändige Überführung nach Deutschland und macht daraus eine einwöchige Abenteuerreise von Mallorca durch Nordspanien und Frankreich nach Süddeutschland.

In diesem Buch erzählt die 29-jährige detailliert über das Wagnis, beschreibt ihre Besichtigungen, Stops und Übernachtungen. Außerdem gewährt sie einen ausführlichen Einblick in die begleitenden Gefühle und lässt auch die finanziellen Aspekte nicht aus. Daraus ergibt sich eine bunte Mischung aus humorvoller Erzählung, hilfreichen Tipps und einer detaillierten Routenbeschreibung für interessierte Nachfahrer.

Leseprobe

„Na, dann fahr’ ich eben selbst mit dem Roller nach Hause!“ 

Meine Eltern, mein Mann und ich saßen beim Mittagessen und diskutierten die Möglichkeiten, wie wir unser Hab und Gut von Mallorca wieder nach Deutschland bekommen würden. Ende März 2006 war ich beruflich dorthin versetzt worden, mein Mann folgte mir ein dreiviertel Jahr später. Die Firma hatte uns beim Umzug unterstützt. Während dieser vier Jahre hatten wir das Arbeiten und Leben dort genossen, doch dann war die Entscheidung zur Rückkehr gefallen. 

Diesmal waren wir aber auf uns allein gestellt, keine Firma würde uns unterstützen. Wir hatten nun einige Möglichkeiten: Erstens, wir würden alles dort zurücklassen und in Deutschland bei Null starten. Der Gedanke behagte uns aber gar nicht. Zweitens hätten wir alles einer Umzugsfirma übergeben können. Das würde aber ein großes Loch in unsere Finanzdecke reißen. Drittens hätten wir einen Transporter mieten und so den Umzug individuell und flexibel gestalten können. Das war unser Favorit! 

Doch diese Option war nun gerade aus Kostengründen gestorben. Telefonisch hatte man uns mitgeteilt, dass das günstigste Angebot ausgebucht war. Statt 500 Euro wären nun allein 1.000 Euro für den Transporter fällig gewesen. Die Fähre sollte noch einmal mit 600 bis 700 Euro zu Buche schlagen; Kosten für Benzin, Maut, Übernachtung und so weiter waren dabei noch nicht mit eingerechnet. Kurzerhand telefonierte ich nun doch einige auf Mallorca-Umzüge spezialisierte Unternehmen ab. Ihre Kostenvoranschläge ähnelten sich sehr. Mit circa 1.200 Euro für ungefähr zehn Kubikmeter Laderaum, das entsprach einem Miettransporter, hätten wir zu rechnen. Das klang fair. Es fehlten nur noch die Flüge und ein Mietwagen für uns, damit wir packen und die Fracht auf Reisen schicken konnten. 

Allerdings zögerten alle kontaktierten Speditionen etwas, den Roller, den wir als Autoersatz auf der Insel vor einem guten Jahr gekauft hatten, mitzunehmen: zu unhandlich, zu gefährlich, zu aufwendig. Letztlich war also eine verrückte Idee aus einem unüberlegten flapsigen Kommentar geboren. Ich würde mit dem Roller von Mallorca nach Deutschland fahren!

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