Titel

Damals im November

Leseprobe

Urheber
Helga Schittek

Verlag
BoD Norderstedt
Bindung
Paperback
Seitenzahl
212
Sprache
Deutsch
Format
14,8 x 21 cm
ISBN
978-3-8448-0855-1
Preis
€ 13,90 (je nach Anbieter zzgl. Porto)

Internet
www.helga-schittek.weebly.com

Kaufen
Buchhandel
Internetshops

www.bod.de
www.amazon.de

Spannender Krimi mit einem Hauch Lokalkolorith und ohne großes Blutvergießen, für alle Altersgruppen

Was sich auch immer an Allerheiligen 1970 im Wald bei Kell zugetragen hat: Johannes Ippendorf, das Opfer, hat dieses Geheimnis mit ins Grab genommen. Der Hauptverdächtige, Ippendorfs Freund, Werner Dresse wurde aus Mangel an Beweisen freigesprochen.

Doch Kriminalhauptkommissar a. D. Riemenschneider hat mit diesem Fall noch nicht abgeschlossen. – Auch nach zwölf Jahren nicht! Aber dann führt im Oktober 82 eine Feier in Kell ihn und Dresse, der seit damals in Koblenz lebt, aufs Neue zusammen, und der Ermittler im Vorruhestand erkennt seine Chance. Doch ihm bleibt nicht viel Zeit, während irgendwo ein Mann lebt, der zahlen soll, damit ein anderer schweigt.  

Leseprobe

Heute war ein weiterer Brief mit der Post gekommen. Er atmete schwer, massierte seinen Nacken. Der Schweiß in seinen Achselhöhlen bahnte sich seinen Weg, während seine Finger ein zerknülltes Blatt Papier hinter seinem Teller hervor holten und es glattstrichen.

Wie es aussah, war dieses Mal ein Hochglanzmagazin der Schere zum Opfer gefallen. Offenbar hatte der Absender eine Vorliebe für kleine Schriften. Doch das machte den Text nicht erfreulicher.

 

Du erinnerst dich doch …, las er im Stillen und starrte einen Moment an die Zimmerdecke und dann wieder auf den Text.

Du erinnerst dich doch an Allerheiligen 1970? Dieser Tag wird wohl für immer in deinem Gedächtnis verhaftet bleiben. Und falls du ver-gessen haben solltest, was sich damals zugetragen hat, versichere ich dir, ich erinnere mich umso genauer. Du dachtest wohl, dich hätte niemand gesehen. Aber du warst damals nicht allein! Zu dumm, dass ich, oder besser wir, ich will es mal so formulieren, an jenem Tag ganz in der Nähe zu tun hatten und ein Päuschen einlegen mussten.

Die Polizei hat nie Verdacht geschöpft, und ich habe kein Wort über diesen Vorfall verloren. Aber momentan fehlt es mir ein wenig an Kleingeld. Und ich denke, du wirst einem alten Bekannten doch den Liebesdienst von 20.000 DM nicht ausschlagen. Davon gehe ich aus. Und falls dir die Summe zu hoch erscheint, kann ich dir versichern, sie ist es nicht. Zudem gibt es etwas, das du nicht wissen kannst, weil du mich nicht wahrgenommen hattest, denn damals warst du in deine, sagen wir mal, Arbeit vertieft. Frag nicht wo! Es war an verschiedenen Orten. Ich denke, ich brauche nicht deutlicher zu werden.  

zurück